Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Rad-Kilometer durch Wind und Wetter

Blick von der Rheinbrücke bei Rees.

Blick von der Rheinbrücke bei Rees.

Kilometer um Kilometer habe ich in dieser Woche auf dem Radel verbracht – und dabei so ziemlich jedes Wetter kennengelernt, das einem der Niederrhein so offenbaren kann. Wobei, nein, nicht ganz. Sonne und Hitze gehörten eigentlich nicht dazu. Vermehrt ging es durch feuchtes „Ussel“-Wetter oder durch peitschenden Regen. Zumindest auf diese Wetterkapriolen bin ich vorbereitet, auch wenn es sicherlich schöneres gibt, als Stunden durchs Nasse zu fahren.

Vor gut einer Woche gings los, die simulierte Mitteldistanz mit 2500 Meter Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und etwas mehr als 18 Kilometer Laufen hatte es schon in sich. Während des Schwimmens begann es zu regnen, die 90k aufm Rad stellten sich so dar, dass wir (Moritz half mir bei den ersten beiden Disziplinen) zwei Stunden gegen den Wind arbeiteten und dann glücklicherweise auf den letzten 30k auch mal Glück hatten. Die anschließenden 18k zu Fuß können unter Win-Win abgestempelt werden. Mitch war auf seinem langen Lauf unterwegs, bei dem ich ihn gut 12k begleiten konnte. Die Massage danach hatte ich mir verdient 😉

Wer erkennt, wie der neue Lenker ausschaut? Unter den richtigen Antworten wird ein besonders schönes Foto des Prachtexemplars verlost.

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Für den Sonntag stand dann die Streckenbesichtigung in Köln auf dem Programm. 55k – und ich erfuhr auch hier, was der Veranstalter mit „windanfällig“ meinte…eine 7k-Runde auslaufen am Fühlinger See war dann aber trotzdem noch drin. Deswegen, und wegen der kommenden Touren, hatte ich mir für Montag freigegeben.

Dienstag stand nämlich die längste Radausfahrt auf dem ganzen Trainingsplan an: 5.30h! Puh. Ganz alleine. Auf so einer Strecke kommt man auf blöde Gedanken. Wobei, wie meine spätere Recherche ergab, bin ich nicht der einzige, der sich damit auseinandersetzt, wie man am besten beim Radfahren pinkelt. Ganze Foren sind voll davon, Websites berichten und sogar der Kinderkanal nahm sich des Themas an.

Da ich ja keinen Mitfahrer hatte, musste ich alleine zurecht kommen. Die lange-lange B8 zwischen Wesel und Rees nutzte ich, um verschiedene Methoden während des Fahrens auszuprobieren. Ohne großen Erfolg. Vielleicht musste ich auch nicht genug, um eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag zu legen, die ausklammert, dass man sich wahrscheinlich komplett anpinkeln würde und dabei auch die Trinkflaschen trifft. Ein Stopp war also nachher unausweichlich. Egal…weniger egal war das Wetter. Stetig bließ mir der Wind entgegen, immer wieder begann es zu regnen. Wobei, auch das war egal. Denn was mich dann auf Höhe Stenden erwartete, war kein Regen mehr, sondern ein Monsun. Okay, ich hätte natürlich auch locker die B9 nach KR durchradeln können und wäre dem Unwetter wahrscheinlich entkommen, dachte aber, dass die Baustelle in Stenden schon wieder frei wäre. Falsch gedacht, tierisch verfahren und bis Kempen dann MEGAnass geworden. Die 20 Minuten Auslaufen nach der 165k-Ausfahrt waren dann wieder trocken, es folgte die ALS-Icebucket-Challenge.

Und plötzlich war da Sonne. Nach dem kurzen, aber harten Anstieg auf den Oermter Berg schaute dann auch mal die Sonne vorbei.

Und plötzlich war da Sonne. Nach dem kurzen, aber harten Anstieg auf den Oermter Berg schaute dann auch mal die Sonne vorbei.

Nur einen Tag später stand dann die Koppeleinheit Radeln/Laufen an. Da die Radteam Bockum-Mittwochsrunde immer um 18.30 startet, habe ich die 90 Minuten laufen vorgezogen. Tolles Wetter, Sonne > prima. Und auch beim Start bei Radsport Weyers sah es noch gut aus. Keine 15 Kilometer weiter hatte sich die recht große Gruppe deutlich verkleinert. Es regnete die berühmten cats and dogs. Als in Tönisberg der letzte Radler ausstieg, waren da nur noch Fuzzi und ich. „Daran erkennt man, dass wir eigentlich Fußballspieler sind“, sagte Christoph. Fast die komplette Runde regnete es durch, obwohl links und rechts blauer Himmel zu sehen war. Wir hatten zwischendurch das Gefühl, die Regenwolke über uns, hatte sich an uns gekettet. Fuzzi stieg dann nach der Runde aus, für mich ging es weiter – schließlich sollten es diesmal 3.30h werden. Als kleine Belohnung gab es dann noch einen traumhaften Sonneruntergang, war auch bitter notwendig…

Auch hier noch einmal ein großes DANKE an Moritz und Fuzzi, die mich durch dieses Sauwetter begleitet haben. Ohne euch wäre es wohl doppelt schwer geworden…

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