Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Der Countdown läuft…

Lockere 19k-Runde durch die Wälder bei Altenmünster...

Lockere 19k-Runde durch die Wälder bei Altenmünster…

Schaue ich auf den Kalender und sehe eine gekringelte 4 an der linken oberen Ecke, so stelle ich fest, dass es keine vier Wochen mehr bis zu meiner ersten Triathlon-Langdistanz sind. Am 7. September springe ich um 7 Uhr morgens in Köln in den Fühlinger See, radel dann 180 Kilometer umher, um danach noch einen Marathon zu laufen. Was vor einigen Monaten irgendwie vage durch meinen Kopf geisterte, wurde schließlich mit der Anmeldung am 3. Juni fixiert. Und rückt nun unausweichlich näher. Und kurioserweise macht es mich kaum nervös.

Denke ich an andere Wettkämpfe, so stelle diesmal ich eine unglaubliche Gelassenheit in mir selber fest. Am meisten mache ich das natürlich an meinem Trainingspensum fest. Ich trainiere fest nach einem Plan, der mich Woche auf Woche fordert, auch wenn ich sicherlich mit dem konkreten Training zu spät begonnen habe. Allerdings zehre ich natürlich von meiner guten körperlichen Verfassung, antrainiert durch Fünf- bis Sechs-Trainingstage pro Woche. Und das seit mehreren Jahren, lediglich unterbrochen durch Tapering- und Regenerations-Phasen. Eine ähnliche Gelassenheit hatte ich zuletzt beim Barcelona-Marathon, bei dem ich „lediglich“ meine Bestzeit um sieben Sekunden auf unter 3.10h drücken wollte. Durch das damalige verschäfte Training wäre alles andere eine bittere Enttäuschung gewesen – herausgekommen ist, wie schon berichtet, eine 2.58h. Ziel also deutlich erreicht.

Und mit einer ähnlichen Gelassenheit gehe ich auch diesmal an den Start – mit dem Unterschied, mir keine Zeit gesetzt zu haben. Ankommen ist diesmal das Ziel. Einfach nur ankommen.

Durch das nicht unerhebliche Training weiß ich mittlerweile, wie sich knapp vier Kilometer im Wasser anfühlen. Ich weiß ungefähr, wie quälend lange 180 einsame Kilometer sein können und ich kenne die Marathondistanz aus der Westentasche. Was ich natürlich nicht kenne, ist das Gefühl der Aneinanderkettung dieser drei Einheiten, auch wenn es natürlich schon etliche Koppeleinheiten im Training gab. Ich weiß aber auch: Wenn ich es, wie geplant, im Wasser gemächlich angehen lassen kann, komme ich fast mühelos zum Radfahren. Hier liegt sicherlich mein „Schwachpunkt“, wenn man davon sprechen kann. Die Distanz an sich macht mir keine Sorgen, eher, dass ich immer noch nicht wirklich einschätzen kann, wie schnell ich es hier angehen lassen soll. Sicherlich ist mir auch hier die Zeit egal, aber rumbummeln möchte ich ja dann auch nicht. Hinzu kommt: Ich verlasse mich ungerne auf „Fremdmaterial“ – damit meine ich das Rad. Was, wenn der Reifen platzt, die Bremse reißt oder es einen anderen Defekt gibt? Keinen Plan. Sicherheit gibt mir allerdings, am Ende laufen (lassen) zu können. Hier kenne ich meinen Körper am besten. Ich weiß, wann ich drauflegen kann, ich weiß aber auch, wenn ich zurückschalten muss. Außerdem: Es sind drei 14k-Runden. Das hört sich ja schon irgendwie kürzer an, als 42k 😉

Alles andere machen die Kölner: Ich freue mich schon jetzt, von diesem verrückten Völkchen an einigen Ecken angefeuert zu werden. Horrayyyyy….

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