Wir laufen und laufen und laufen und laufen

ATG-Winterlauf: Mussa machts! Was dann aber passierte, ist schier unglaublich…

Der Winterlauf-Sieger Mussa mit Moritz und Manu.

Der Winterlauf-Sieger Mussa mit Moritz und Manu.

Mussa Hudrog heißt der überlegene Sieger des 52. Aachener Winterlaufs. Er gewann in 57:11min. Dann passierte aber etwas, was wir nie erwatet hätten.

Heftig, heftig, heftig – das BO! 😉 Nee, mal Butter bei die Fische: Der Winterlauf war ein Paradebeispiel, wie die Seidenraupen funktionieren: Nur eine Handvoll, nämlich zwei, macht sich auf den Weg (der Rest liegt wahrscheinlich faul im Bett), kommt ultraknapp am Start/Zielort an und legt dann noch verdammt fixe Zeiten hin.

Doch der Reihe nach: Dass man beim ATG-Winterlauf mit Bussen zum Start gefahren wird, war uns bekannt. Nicht aber, dass um 10.20 Uhr der letzte seiner Art abfährt. Irgendwie hatte ich das anders in Erinnerung. Verrückte Welt!

Nachdem wir gegen 9 Uhr in Krefeld aufgebrochen waren, kamen wir noch recht enspannt um 10 Uhr in Aachen an. Allerdings mussten wir noch Moritz Nummer holen. Philipp Piecha (danke noch einmal) hatte diese in seinem Briefkasten deponiert. Da jedoch der Zeitungsbote das Sonntagsblättchen schon verteilt hatte, war es unmöglich, an die Nummer zu kommen. Also musste Philipp geweckt werden und so langsam wurde es also knapp…

Moritz muss mal...

Moritz muss mal. Schon vor dem Start ein Kampf!

Gegen 10.20 Uhr kamen wir schließlich am Chorusberg an, Parkplätze natürlich Mangelware und weitweitweg. Nachdem wir uns am Auto kurz umgezogen hatten, ging es ab zum Sportplatz, wo wir noch lässig das Gepäck deponieren wollten. Doch Pustekuchen, ein freundlicher Helfer machten uns darauf aufmerksam, dass jeden Moment der letzte Bus kommen würde – und so war es auch. Das Gepäck wurde also mitgenommen (um es dann am Start wieder per Shuttle zurückzuschicken), Zeit für einen nötigen Toilettengang blieb jedoch nicht mehr. Was Moritz auf den kommenden 30 Minuten Busfahrt bitter bereuen sollte. Das Foto spricht Bände…

Endlich, endlich kamen wir dann an, keine fünf Minuten vor dem Start. Schnell noch pinkeln, Gepäck abgeben, an allen anderen vorbeiflitzen, vorne einreihen und ohne Warm-Up los. Das nennt sich perfekte Rennvorbereitung.

Auf den ersten Winterlauf-Kilometern ist und war kaum ein Überholen möglich – unverständlich auch hier wieder, wieso Läufer, die deutlich-deutlich-oberdeutlich nicht die Zeit laufen können, die am Startblock angebracht ist, sich vorne einreihen. Naja, lassen wir das, zu häufig wurde darüber schon gefachsimpelt.

Muss und der Matsch!

Mussa und der Matsch!

Moritz und ich hatten nicht ausgemacht zusammenzulaufen, trotzdem begegneten wir uns bis zum Anstieg auf die ehemalige Bahnstrecke der Vennbahn am Iternberg noch einige Male. Ärgerlich: Seit langem kämpfte ich wieder mit „eingeschlafenen Füßen“, ein Phänomen, das ich früher häufig hatte, in den vergangenen zwei Jahren, seitdem ich auf den Boost umgestiegen war, aber eigentlich gar nicht mehr.

Das änderte jedoch nichts daran, dass ich gut voran kam – und zwar ohne Uhr, die ich zu Hause vergessen hatte. Kilometer um Kilometer arbeitete ich mich nach vorne und gerade die Passagen, in denen es über matschige Wege und tiefe Pfützen ging, machten Spaß. Warum ausweichen, wenn es auch geradeaus durch geht?

Spätestens ab Kreuzerdriesch, also nach rund 13km, ließ ich es krachen und kassierte Läufer um Läufer – schade, dass mir hier die Zwischenzeiten fehlen. Die letzten zwei Kilometer hatten es dann noch einmal in sich: Matsch, Glatteis und Steigungen, ehe das Ziel erreicht wurde. Geil. Genauso geil wie der Tee und die leckeren Kuchen, die die ATG-Jugend anbot. Sensationell!!!

Startschuss!

Startschuss! Foto: ATG

Mit der Zeit von 1:18:41h gewann ich die „Krefelder Wertung“ (sieben Starter!) und kam insgesamt auf Platz 184 (AK-19.). Möglich wurde dies allerdings nur, weil Christoph Lohse für den TV Wattenscheid startete – er wurde übrigens Zweiter mit 1:02min-Rückstand auf Mussa. Herzlichen Glückwunsch!

Moritz kam zeitgleich mit Gerd Quack von Preussen Krefeld nach 1:20:15h ins Ziel (218./AK-36.), die beiden nächsten Krefelder. Marcel Witeczek, den wir am Start getroffen hatten, erreichte das Ziel krankheitsgeschwächt nach 1:32:25h.

Mussa, der übrigens auf eine Durschnittspace von 3:10 pro Kilometer kommt (>>>wie geht das???), hatte nach der Siegerehrung noch Zeit für ein kleines Pläuschchen und meinte sogar, irgendwo den Namen „Seidenraupen“ schon einmal gehört zu haben. Mal sehen, vielleicht kommt er ja im kommenden Jahr zum Seidenraupen-Cross, Interesse zeigte er zumindest (oder gaukelte es vor, höhöhö). 😉

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