Rückkehr zu einem besonderen Event

Tanja Gebhard und Manuel Kölker starten am Samstag beim legendären Transalpine Run. Beide erwarten harte sieben Tage in den Alpen.

Die Berichterstattung zum Transalpine Run wird präsentiert von Dr. Noyds.

Der Transalpine Run (TAR) ist einer der Wettkämpfe, vor dem sich so ziemlich jeder Sportler verneigt: Auf sieben Tages-Etappen laufend die Alpen überqueren – das kann und vor allem will nicht jeder. Zwei Mitglieder der Seidenraupen Krefeld, Tanja Gebhard und Manuel Kölker, gehen dieses Abenteuer nun ab Samstag, 7. September, an, einer ist sogar Wiederholungstäter: Kölker lief bereits 2012 mit und hat noch gute Erinnerungen: „Wir waren damals unerfahren, aber auch unerschrocken. So richtig wussten wir nicht, auf was wir uns da eingelassen hatten. Das ist diesmal anders. Was geblieben ist, ist jedoch die Herausforderung, aber mit Sicherheit auch der Spaß dabei“, sagt der 45-Jährige, der ein Jahr vor dem erstmaligen Start mit seinem Team-Kameraden Hendrik Hahn die Seidenraupen Krefeld gründete. Aus dem Duo ist mittlerweile ein Verein mit mehr als 50 Mitgliedern geworden.

Eins davon ist Tanja Gebhard. Sie beackert seit Jahren die Trails und Ultras, fliegt zum Teil um die halbe Welt, um sich immer wieder neuen Aufgaben zu stellen. Allein in diesem Jahr lief sie auf Madeira, im Montafon oder die bekannte Tortour de Ruhr, um nur einige zu nennen. Auch deswegen liegen zwischen ihr und Kölker etliche Kilometer an Trainingsumfang. Ihre Trumpf-Karte: Erfahrung. „Eigentlich bereite ich mich seit zwei Jahren auf diesen Wettkampf vor. Auch wenn ich schon viele harte Rennen hinter mir habe, bin ich aufgeregt und sehr froh, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt sie mit einer gewissen Anspannung vor ihrer Premiere beim TAR.

Es geht hoch hinaus – und damit auch durch unwirkliche Landschaften. Foto: Klaus Fengler / DYNAFIT Transalpine Run

Kölker ist da etwas entspannter (Motto: „Et hätt noch immer jot jejange!“), Respekt vor der Strecke mit 272 Kilometern hat er aber trotzdem allemal. „Vor allem, weil es zusätzlich rund 17.000 Höhenmeter zu erklimmen gilt. Als Niederrheiner ist die Möglichkeit, dies auch nur ansatzweise zu trainieren, arg begrenzt.“ Für beide ist das Ziel daher „Ankommen“ und verletzungsfrei zu bleiben.

INFO

Den Transalpine Run gibt es seit 2005. Auf diesmal sieben Etappen absolvieren die Läufer 272 Kilometer sowie 16.920 positive und 16.110 negative Höhenmeter. Start ist in Garmisch-Partenkirchen, das Ziel am Reschensee. Die Startorte sind Garmisch, Nassereith, Imst, See, Ischgl, Samnaun und Nauders. Die Läufer bewegen sich im hochalpinen Gelände, der höchste Punkt liegt bei 3000 Meter. Bis vor einem Jahr mussten die Teilnehmer immer in Duos antreten, seit 2023 gibt es auch die Möglichkeit, alleine zu starten.

Das muss alles mit: Die Pflichtausrüstung beim TAR.

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