Gerade noch plattes Land, dann schon Berge: Die Rureifel ist ein schönes Plätzchen, von uns gar nicht so weit entferntes Plätzchen, um Höhenmeter zu sammeln. Dachten sich am Wochenende gleich mehrere Hundert Menschen und waren bei der Premiere des Rureifeltrails (RET) dabei. Veranstalter Fabian Rahn war ob des Andrangs im Vorfeld doch leicht überrascht, schaffte es aber, direkt mit dem ersten Event Lust auf hoffentlich kommende Folgeveranstaltungen zu machen.

Eifel ist Eifel: Egal wo man sich in diesem Landstrich befindet, das Wetter kann binnen kurzer Zeit umschlagen – und so hielt es sich auch am Samstag: Sonnenschein gefolgt von Regen und Hagel, alles war dabei. Und da es die vergangenen Tage auch kräftig geschüttet hatte, mussten sich die über 500 Teilnehmer durch teilweise recht matschige Passagen quälen. Wobei, Qual? Nein, alle vier Seidenraupen waren mit viel Spaß in den Backen untwegs.

Als erster ging Martin Myrold auf die Reise, schließlich mussten 50 Kilometer absolviert werden. Ebenfalls im Rennen: Ex-Fußball-Nationalspieler Andreas Beck, der ehemalige mehrfache Deutsche Meister über 400 Meter Alexander Meisolle und der Deutsche Meister im Trailrunning 2021 Tim Dally. Letzter ließ der Konkurrenz keine Chance und gewann überlegen den Lauf. Unser Norweger schaffte es allerdings, mit einer tollen Leistung in die Top Ten zu laufen: Nach 4:49:24 wurde er Neunter und Sechster in der M35.

Manuel Kölker hatte sich für die Mitteldistanz von 22 Kilometern entschieden. Einen kleinen Eindruck von der Strecke erhielt er aber bereits beim Warmup, als er von der Unterkunft in Nideggen an den Stausee lief und sich prompt in einer Downhill-Passage widerfand, die es in Krefeld nicht ansatzweise gibt. „Ich fragte mich gleich zweimal, ob das stimmen kann. Aber es stimmte.“ Nach wenigen Kilometern im Rennen fand er sich nämlich genau an dieser Stelle wieder – riiiiesig! Jetzt nur nicht hinfallen. 2:20:21 h benötigte er schlussendlich für die Runde, Platz 33. und Fünfter in der M45. „Ein richtig cooles Rennen mit einem großen Anteil an Singletrails. Ich wusste nicht, dass es hier so etwas gibt.“

Im RET13 waren mit Holger Rausch und Jannik Rocha gleich zwei Seidenraupen vertreten. Jannik, gerade erst von einer Verletzung wieder genesen, rockte das Ding in 1:28:32 h und wurde Gesamt-21. bzw. Dritter in der M30. Holger war mit 1:56:45 h etwas länger unterwegs, hatte aber gleichsam Freude. Er wurde 48. und Fünfter in der M55.










