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Wieder die Wade: Kölker steigt in Duisburg aus – Zahlreiche Läufer verirren sich

5,5Kilometer waren beim 15km-Lauf der Duisburger Laufserie absolviert, da zwickte wieder die linke Wade: Seidenraupe Manuel Kölker versuchte es noch 500 Meter, dann stieg er am Wolfsberg frustriert aus. „Ein DNF ist eigentlich keine Option, aber ich erinnerte mich sofort an meine lange Pause im vergangenen Jahr wegen der gleichen Sache. Ich hoffe, es ist nicht ähnlich schlimm“, so Manu mit Blick auf den Rotterdam-Marathon am 8. April. Bitter: Vom Wolfsberg zurück ans Wedau-Stadion sind es noch fünf Kilometer, die nun langsam zurückgejoggt werden mussten.

Dabei kam er am Samstag deutlich besser aus dem Startblock als noch vor einigen Wochen beim 10km-Rennen. Bei km5 zeigte die Uhr keine 19 Minuten, „und ich fühlte mich richtig gut.“ Dann wechselte der Untergrund vom bestens vom Schnee geräumten Asphalt hin zum Waldboden. „Das kann nicht der Grund gewesen sein. Ich weiß nicht, woran es lag.“ Durch das DNF steht auch fest, dass er seinen Titel aus dem Vorjahr, dem Gewinn der M35, nicht wiederholen kann.

Läufer ab Position sechs verlaufen sich

Beim langsamen Lauf zurück wurde er dann Zeuge, wie sich zahlreiche Läufer verirrten. Der noch Führende und spätere Zweite, Manuel Meyer, und der spätere Sieger, Martin Husen (51:06min), waren schon auf der Masurenallee an Kölker vorbeigezogen, wenig später, am Beginn der Regattabahn, dann ein Trio, das sich um Platz drei bemühte. Schließlich kamen die Verfolger, anders als die ersten fünf ohne Rad-Begleitung.

Verlaufen DU

Die „Verirrten“ nahmen die erste Brücke (Pfeil) und liefen dann rund 800 zusätzliche Meter durch den Wald. Sie befanden sich damit auf der 7,5km-Strecke. Die korrekte Route ist die rot-gestrichtelte Markierung.

Kölker: „Ich hatte direkt die erste Brücke über den Parallelkanal zur Regattabahn genommen, um den vielen Läufern, die nun kommen würden, aus dem Weg zu gehen. Diese müssen hier noch geradeaus laufen und später die dritte Brücke nehmen. Ich sah, wie die Läufer ab Position sechs aber auch auf die erste Brücke bogen und dann in den Wald liefen. Einen Streckenposten gab es hier nicht, wohl aber in den Schnee gesprühte Pfeile, die aber vom 7,5km-Lauf stammten. Ich dachte mir sofort, dass das eigentlich nicht stimmen kann und informierte einen Posten, der etwas weiter stand.“ Da war das Kind aber schon in den Brunnen gefallen, denn viele weitere folgten den Verirrten und liefen ebenfalls falsch. Wann es wieder Läufer gab, die die korrekte Route wählten, ist nicht bekannt.

Und so liegen ein knapper Kilometer im Wald und 4:18 min zwischen Platz fünf und sechs. Der ASV Duisburg reagierte noch am Samstag.  Schwacher Trost: Zumindest an der Platzierung der Top Ten änderte es nichts, da ab Position sechs viele falsch liefen.

 

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