Manu vor dem Jahreshighlight „Ironman in Hamburg“

Seit einem knappen halben Jahr trainiert Manuel Kölker für den Ironman Hamburg, nun steht der Wettkampf kurz bevor. Am kommenden Sonntag fällt früh Morgens der Startschuss (irgendwann zwischen 6.30 und 7.30 Uhr, je nach Zuteilung). Zunächst schwimmen die Athleten 3,8 Kilometer durch die Alster, ehe es auf zwei 90 Kilometer-Schleifen durchs Hamburger Umland geht. Final steht dann noch der Marathon an, der in vier Runden entlang der Alster und in der City gelaufen wird. Der Zielbogen ist auf dem Rathausplatz aufgestellt.

„Bis auf eine kleine Erkältung vor zwei Wochen bin ich gut durchs Training gekommen. Ich habe Bock, lasse es aber ruhig angehen, da mir ja Erfahrungswerte so ziemlich komplett fehlen. Bekanntlich kackt die Ente hinten“, sagt der Seidenraupen-Präsi. Es ist das zweite Mal, dass er auf eine Triathlon-Langdistanz geht, seine Premiere liegt nun schon neun Jahre zurück und stand unter keinem guten Stern. Rückblick: Anvisiert war ein Start beim Triathlon in Köln. Doch bei der letzten längeren Radfahrt holte ihn – einen Kilometer vom Ziel – ein ausparkendes Auto vom Schemel. Totalschaden beim Rad, Manu verletzt, der Start in Köln gestrichen. Jeder kleine Comeback-Versuch scheiterte, ehe mit dem Triathlon in Valencia (bzw. dem Vorort Gandia) die letzte Langdistanz im europäischen Triathlon-Kalender anstand.

Manu beim Lauf an der Küste von Gandia.

„Ich wollte das Ding damals unbedingt, hatte aber durch den Unfall knapp zwei Monate überhaupt nicht trainiert. Rückblickend war es natürlich ein Himmelfahrtskommando.“ Die Quittung gab es dann spätestens beim Marathon, der mehr oder weniger kriechend absolviert wurde. Auch wenn das Finish zählte, 12:44 h waren dann doch eine recht langatmige Tortur.

Nun aber wähnt sich der 44-Jährige besser vorbereitet, wenn auch neun Jahre älter. „Auch wenn ich mir auch diesmal das Ziel „Ankommen“ ausgeguckt habe, wäre ich doch etwas enttäuscht, wenn ich wieder so lange unterwegs wäre.“ Zudem er diesmal auch auf Unterstützung bauen kann: Nahezu die komplette Family ist an Bord, Freunde aus der Hansestadt haben ebenfalls Support an der Bordsteinkante zugesagt.

Los geht die wilde Fahrt am heutigen Freitag. Dann stehen die eher lästigen Pflichtaufgaben wie Registrierung und am Samstag Check-In auf dem Programm. Zwischendurch geht es in den Zoo, mit Sicherheit auch mal an den Hafen. Während Manu am Sonntag auf dem Rad sitzt, besucht ein Großteil der Familie das Musical „Die Eiskönigin“, nur sein Bruder Marius und sein Vater supporten an der Strecke. „Auch wenn ich dem Team „Brustschwimmer“ angehöre, macht mir das Schwimmen kaum Sorgen. Ich werde hier natürlich Zeit verlieren, aber komme einigermaßen entspannt aus dem Wasser.“ Unbehagen bereitet ihm immer das Radfahren. „Auch wenn ich gegen die Cracks mit ihren geilen Maschinen nichts ausrichten kann, bin ich recht flott unterwegs. Allerdings kann auch immer mal ein Reifen kaputtgehen oder sonstige Schäden eintreten. Das würde mich zu Tode nerven.“ Beim abschließenden Marathon baut er dann auf seine Erfahrung. „Und den Support, denn dann dürfte das Musical zu Ende sein und der Fanclub an der Strecke stehen“, so die Hoffnung.

Tracking: So gehts!

Wer Manu tracken will, muss sich zunächst die entsprechende App herunterladen (hier steht es, wie es geht) und ihn dort dann suchen. Ebenfalls in Hamburg am Start sind Timo Schaffeld (mittlerweile als Profi unterwegs) und Bastian Siemes, beide bekannt von diversen Seidenraupen Cross-Teilnahmen.

Live auf https://www.ironman.com/live?mkt_tok=MTI0LVFWRy03MzgAAAGMH3UzMNe4BtbvnhDvc8pf_S7qmghFupr55eqzf85ANP-gFoHtrQ56cZtkWNCpBDXU_VfZ42tQIp36mzwHI9GNbmZvqFQDDhkt0I9Bq1CpOwaYqVHp

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