Es war angerichtet in Köln, das am Sonntag tausende Läufer empfing – darunter auch mehrere Seidenraupen. Nici Hölters, Thomas Schrörs-Runo, Jenny Laschet und Florian Borst hatten für den Halbmarathon gemeldet, Nicole Jenner und John Hampson für die volle Distanz. Leonie Rohrmeier musste leider gesundheitsbedingt passen.
Für Florian ging es darum, einige Freunde ins Ziel zu begleiten, die anderen hatten sich weitaus ambitioniere Ziele vorgenommen. Bei Nici, Jenny und Thomas war nicht so ganz klar, was am Ende herauskommen würde. Die vergangenen Monate hatten gezeigt, dass es im Training nicht immer nur bergauf geht, sondern dass es immer auch Phasen gibt, in denen sich die Leistung nicht so recht entwickeln will. Trotzdem ging Nici das Rennen sehr mutig und beherzt an und war mit einer Durchgangszeit von 22:59 min bei Kilometer 5 schon deutlich schneller als erwartet. Auch im weiteren Verlauf des Halbmarathons konnte Nici das Tempo hochhalten, sodass sie am Ende mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 1:42:07 h, Platz 187 (W30: 50.) belohnt wurde.

Auch Jenny war von Beginn an schneller unterwegs als geplant. An die Fersen von Thomas geheftet, zeigte sie eine starke Leistung und lief bis Kilometer 18 sehr konstant und flott. Nach zwei harten Kilometern konnte sie dann noch einen souveränen Endspurt zeigen und kam in 1:37:31 h als 123. (WHK: 42) und damit neuer PB ins Ziel. Zeitgleich huschte Thomas über die Ziellinie, er durfte sich über Rang 775 (M50: 39) freuen. Florian war zehn Minuten später, seine Zeit: 1:47:23 h, Platz 1793 (M35: 319.). Nici: „Unser Fazit des Racedays: zwei zufriedene Seidenraupen mit neuen persönlichen Bestzeiten, ein sehr stolzer Trainer und die Erkenntnis, dass Mut und Vertrauen in das Training und das eigene Leistungsvermögen manchmal den Unterschied machen!“

Nicole und John gingen 90 Minuten später auf die weite Reise und machten beide die Erfahrung, dass es nicht kälter geworden war. „So einen Mist mache ich nie wieder“, bilanzierte Nicole nach dem Lauf, den sie nach 3:45:52 h als 126. (W50: 8.) beendete. „Ich bin gestorben, das war hart, wie im Hochsommer.“ Dazu kam noch, dass sie die 5KM-Matte verfehlte und noch einmal zurücklaufen musste. „Da hatte ich den Papp schon auf.“ Die Notbremse zog John, der zu Beginn richtig schnell unterwegs war. Noch bei KM 16,5 war er auf 2:51h-Kurs, musste danach aber schon ein wenig abreißen lassen. Bei KM25 prognostizierte die Tracking-App noch eine 2:56h, Tendenz aber deutlich fallend – wenig später war dann aber Schluss. „Mir war total übel, es ging leider nicht weiter“, so John, der sein DNF nun erst einmal verkraften muss – vielleicht am 15. Oktober mit Florian in Essen? 😉








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