MEGA: Doppelte Bestzeit im Hamburg

Trotz durchwachsenem Wetter sind unsere Ironman-Starter Liliya Zotova und Jochen Glatki in Hamburg glücklich und zufrieden ins Ziel gekommen. Beide konnten eine neue Bestzeit erreichen.

Auf „Nummer sicher“ ging Liliya: Sie setzte in der Vorbereitung auf eine Trainerin. „Ich habe noch nie so diszipliniert trainiert. Sie hat mich unter anderem dazu gebracht, Wattmesser anzuschaffen. Das Schwimmen sollte entspannt in GA1 geschehen, beim Radfahren waren 125 Watt die Vorgabe und beim abschließenden Marathon war eine 6.20er Pace vorgesehen.“ Mal sehen, ob das alles geklappt hat…

Nach dem nächtlichen Unwetter ging es mit 45 Minuten Verspätung los. Lange stand auch eine Absage im Raum. Bei knapp 18 Grad Wassertemperatur lief für Liliya das Schwimmen nach Plan. „Beim Schwimmen war ich wie erwartet langsam. Was sollte ich auch von drei Monaten und 35 geschwommenen Kilometern erwarten“, haderte Jochen jedoch mit seiner Performance.

Dann wartete auf beide die längste Wechselzone der Welt und schließlich 180 Kilometer durch das Hamburger Umland – versehen mit windigen Verhältnissen und Böen bis 50 km/h. Liliyas erste Runde lief nach Plan, auf der zweiten wurde es anstrengend. „Am Ende hatte ich 123 Watt im Schnitt, nah an den Vorgaben. Das Ziel hier war, nicht völlig tot zum Marathon zu kommen.“ Für Jochen lief es richtig gut: „Ich konnte meine geplanten Wattwerte lange halten und habe mein Ziel, die 180km in unter 6h zu schaffen mit 5:51h deutlich erreicht.“

Mies: Magenprobleme und Schwindel

Schließlich wartete „nur noch“ der Marathon auf die beiden: „Ich bin heiter mit 6.15-6.20 pro Kilometer gestartet. Es war schönes Laufwetter. Leider kamen ab Runde zwei die alt bekannten Probleme mit Übelkeit und Schwindel. Essen war plötzlich nicht mehr möglich. Etwas Ähnliches hatte ich schon 2022 in Frankfurt erlebt. Diesmal hoffte ich, dass das kontrollierte Radfahren mit niedrigem Puls (125) mich von den Problemen verschonen wird. Leider nein, leider gar nicht 🙄 es kam nur etwas später. Also lief ich die letzten 30 Kilometer ohne Gels, aber mit Salzcracker und etwas Cola/Wasser. Suboptimal, was sich auch in niedrigeren Pace spiegelte, aber es ist wie es ist“, beschreibt Liliya ihre Tortur. Nach 13:25h war sie endlich im Ziel – und das sogar 14 Minuten unter ihrer bisherigen Bestzeit.

Auch Jochen kämpfte mit dem Magen. Nach der ersten, evtl. zu schnellen, Runde, machte der Magen Probleme, weswegen er einen Gang hinunter schaltete. „Trotzdem war mein 13. Marathon mein drittschnellster Marathon, den ich je gelaufen bin. Der zweitschnellste war nur 7sec schneller.“ Auch für ihn sprang eine Bestzeit heraus: 12:24:29 h! Sehr geil!!!

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen