Großes Hallo am kommenden Sonntag am Appellweg: Ab 10 Uhr geht Nahe des Stadtwalds der 51. Martinscross über die Bühne. Die Leichtathleten von Preussen Krefeld rollen zum vierten Mal den roten Teppich für die Läufer der Region aus. Zuvor war bekanntlich die Edelstahlkampfbahn im Krefelder Süden, Heimat des CSV Marathon, Schauplatz des Geschehens. Wie immer dürfen sich alle Finisher über einen Weckmann nach getaner Arbeit freuen. Unter sie werden sich auch zehn Seidenraupen mischen.

Den Anfang aus Seidenraupen-Sicht macht um 10.30 Uhr Linda Huth, die im U8-1000 Meter-Rennen an der Startlinie stehen wird. Viele Augen werden um 14 Uhr beim 3000 Meter-Lauf auf eine Seidenraupe gerichtet sein, die erstmals überhaupt die Laufschuhe bei einem Wettbewerb schnürt: Martin Houbertz, ansonsten stets im Hintergrund und da an der Zeitmaschine aktiv, schwingt sich auf, die M55-Klasse zu rocken. Wir ziehen schon jetzt den Hut für diese Premiere – und dann auch noch auf diesem anspruchsvollen Kurs. Im gleichen Rennen unterwegs sind Nici Hölters, Jenny Laschet und Thomas Schrörs-Runo.

Sie alle dürften Romy Winzen vom LAZ Mönchengladbach vor sich haben, die als Zweitplatzierte aus dem Vorjahr mit Sicherheit wieder an der Spitze zu finden sein wird. Hannah Odendahl (Bayer Uerdingen), 2022 Vierte, hat noch einmal einen Sprung nach vorne gemacht, es wird spannend zwischen den beiden jungen Damen, die auch ein Auge auf Winzen Vereinskollegin Sonja Beba haben sollten. Vor allem aber auf dem Zettel: Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen / Dormagen). Die 800 Meter-Indoor-Meisterin von 2021, immerhin im Vorjahr bei der EM in München dabei, hat eine 10:16 min als PB über 3000 Meter stehen, wenn auch auf der Bahn von vor zehn Jahren. Eine 6:27 min über 2000 Meter, gelaufen in diesem September im Trierer Moselstadion, zeigt aber, dass sie ganz vorne zu finden sein wird. Bei den Herren ist mit Titelverteidiger David Rajter (ebenfalls LAZ Mönchengladbach) der einzige Gemeldete aus den Top5 des Vorjahres dabei. Ärgster Konkurrent dürfte Imad Annaji von der TG Neuss sein, der kürzlich den Viersener Herbstwaldlauf über zehn Kilometer gewinnen konnte.

Die volle Dröhnung, nämlich 5000 Meter, nehmen sich um 14.30 Uhr Lisa Femers, Nicole Jenner, Martin Myrold, Alexander Huth und Holger Rausch vor. Das Quintett darf die beliebte Runde gleich fünfmal laufen – hellya! Klar, dass hier Martin das Seidenraupen-Quintett anführen wird und mit Sicherheit auch seinen fünften Platz aus dem Vorjahr bestätigen will. Allerdings ist die Konkurrenz groß: Die ersten drei aus 2022, Fabio Faulhaber und Henry Krumm (beide OSC Waldniel) sowie Fabian Dichans (Ayyo-Team Essen) haben ebenso gemeldet wie noch einmal Imad Annaji. Lisa und Nicole werden sich an die Versen von Aimee Drössler (LAV Bayer Uerdingen) heften müssen, die als Favoritin gilt. Vor einer Woche lief sie in Heinsberg beim Speed- und Stadioncross eine 11:22 min auf 3,4 Kilometer und wurde Zweite. Lucie-Joe Hoffmann (LAZ Mönchengladbach), 2022 Achte, könnte ebenfalls vorne mitlaufen. Prominester Namen im Starterfeld dürfte allerdings Anne Poleska-Urban sein. Die Schwimmerin wagt sich nur wenige Meter vom Becken der SV Krefeld auf das Geläuf.
Nachmeldungen sind bis eine Stunde vor dem Start möglich. Allerdings haben die Preussen ein Auge auf die Größe der Startfelder. Wenn voll, dann voll.


