Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Über die Streif

Die dritte Etappe beim Transalpine-Run stand ganz unter dem Motto „Überleben“. Nachdem ich mir gestern beim Aufstieg an einem Felsen das Knie aufgehauen hatte, und dieses wenig später einer Kokosnuss glich, war natürlich an eine Bestzeit bzw. an einen Angriff auf das Führungsduo nicht zu denken. Während es bergauf und auf waagerechten Wege halbwegs ging, waren Downhill-Passagen nur unter Schmerzen möglich.

Der Start erfolgte im mondänen Kitzbühel bereits um 7 Uhr morgens, schließlich standen 46,5 Kilometer auf dem Programm, die es in sich hatten. Schon kurz nach dem Start erfolgte der knüppelharte Aufstieg zum Pengelstein, zum Teil über die Streif. Am Vorabend hatte es beim Briefing noch geheißen, dass die Sonne uns auf den Bergen entgegenlachen wird, doch davon war nichts zu sehen. Dicke Wolken und Nebel verhinderten so eine schöne Aussicht auf Kitzbühel. Aber gelaufen werden muss eben trotzdem. Mit einer Ibu400 im Blut spürte ich zumindest weniger Schmerzen, trotzdem war das Knie natürlich blockiert und wollte nicht so, wie ich wollte. Also: Kampf! Ein großes Lob geht dabei an Henne, der sicherlich eine Stunde schneller hätte laufen können, trotzdem aber an meiner Seite blieb.

Die erste Verpflegungsstation war relativ schnell erreicht, und nach ein paar Snacks ging es schließlich weiter. Von Sonne war leider auch hier oben keine Spur, dafür lernten wir nette neue Leute kennen, wie zum Beispiel das Laufduo aus Dänemark, mit denen wir uns ein kleines Battle lieferten.

Bis zur zweiten Verpflegungsstation ging das auch noch gut, aber danach war bei mir die Kette irgendwie ab. Der Aufstieg zum Schöntaljoch war nicht nur sehr steil, sondern auch sehr heavy. Durch Nebel und Wolken, die uns heftig entgegen bliesen, ging es nun über den Bergrücken zum Wildkogel. Eigentlich wurden uns traumhafte Ausblicke links wie rechts versprochen: Pustekuchen. Vom Wildkogel ging es schließlich noch knackige neun Kilometer downhill. Hatten wir schon bei den beiden Voretappen festgestellt, dass uns in diesem Bereich einiges an Erfahrung fehlt, war es heute aufgrund meiner Verletzung natürlich völlig indiskutabel.

Henne tanzt in Neukirchen.

Aber irgendwann erreichten auch wir das Ziel in Neukirchen am Großvenediger, wenn auch mit 8:30h rund eine Stunde langsamer, als erwartet. Seidenräupchen Eva erwartete uns schon sehnsüchtig, und Henne führte zur Freude aller noch einige Sprünge im Ziel auf.

 

So eben kommen wir von der heutigen Pastaparty, die diesmal in der Wildkogel-Bergstation stattgefunden hat. Lecker Bolo.

 

Morgen nun werden wir ins Ahrntal aufbrechen. Eva braucht für den Weg knackige 2 ½ Stunden, da sie einmal um die Birnlücke herum muss, die wir überqueren werden. Bei 2665 Metern dürften wir auch, so das Briefing, auch mit Schnee rechnen. Schön…

 

In dem Sinne, eure Seidenraupen…

2 Antworten

  1. Michael Neder

    Hallo Manu, Eva und Unbekannterweisse auch an Henne, wir drücken euch die Daumen für die restlichen Run’s über die Berge. Gruss aus dem Thulbatal Kerstin und Michael

    3. September 2012 um 21:33

  2. Simon

    Ich drück die Daumen Hendrik !! Das Knie wird wieder und dann vorwärts 🙂
    Ein riesen Respekt was Ihr bisher schon geschafft habt!!

    Beste Grüße,

    Simon

    3. September 2012 um 22:10

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s