Das Wetter spielte nicht mit, trotzdem konnte Ben Mellenthin bis über beide Ohren strahlen. Das lag zwar auch an seinem fünften Geburtstag, den er am Freitag feierte und zu dem er noch ein nachträgliches Ständchen der Läuferschar erhielt, viel mehr aber über das Ergebnis „seines“ Spendenlaufs am Duisburger Töppersee. „Insgesamt sind Spenden in Höhe von rund 2000 Euro zusammen gekommen“, berichtete sein Vater Marcus. 59 Teilnehmer waren Bens Aufruf gefolgt, darunter auch Manuel Kölker von den Seidenraupen. Er konnte den 5 KM-Lauf in 20:29 min gewinnen, was aber eher Nebensache war. Schließlich ging es um den guten Zweck.
„Der Lauf war gut, jedoch wegen der Wetterbedingungen eine Herausforderung“ so Marcus Mellenthin. In der Tat regnete es zeitweise wie aus Kübeln, die Laufstrecke glich an vielen Stellen einer Seenplatte und war zum Teil sehr rutschig. Dennoch hatten alle Teilnehmer Spaß und freuten sich über ihre Ergebnisse und die gute Sache. Nachmelder gab es wegen des Wetters aber natürlich nicht viele. Bambini, Schüler, Läufer und Walker gingen in gewissen Abständen auf die Runde an der Wasserski-Anlage. Sogar einen Inklusions-Lauf gab es.

Ben hatte die Idee schon vor gut einem Jahr. Da beschloss er, zu seinem fünften Geburtstag einen Spendenlauf zu organisieren. Beide Eltern sind keine Läufer, woher seine Leidenschaft stammt, ist ihnen unbekannt. Aber weil Ben eben Läufer ist, geht es nicht selten zu Wettbewerben für Kinder – übrigens war er auch schon beim Seidenraupen Cross dabei.

Schnell stand für Ben fest, dass er mit dem Lauf Gutes tun und Geld sammeln möchte. „Und zwar für arme Kinder“, wie er sagt. Das seien für ihn zum Beispiel solche, die keine Eltern mehr haben. Aus diesem Grund wurde für das Kinderheim Sankt Josef in Friemersheim gesammelt. Zudem war seine Freundin Hanna an Krebs erkrankt und und hat damals Hilfe vom „Förderverein zugunsten krebskranker Kinder“ aus Krefeld erhalten. Damit war der zweite Empfänger gefunden. Begeistert von so viel jungem Engagement übernahm Bundestagspräsidentin Bärbel Bas die Schirmherrschaft, sie schaute sogar selbst am Töppersee vorbei. So wie auch SAT1. Dem Fernseh-Sender gab Ben gekonnt Interviews, zwischendurch feuerte er die Läufer mit Mikrofon an. Auch weitere Sponsoren waren Feuer und Flamme: Ein Bäcker spendierte Weckmänner und ein Safthersteller 180 Trinkpäckchen. Und die Freiwillige Feuerwehr aus Rumeln-Kaldenhausen stellte die Streckenposten.
Dass sich die Mühen gelohnt haben, stand für Ben fest: „Danke, dass ihr alle hier gewesen seid. Das war super“, sagte er und verabschiedete sich damit bis zu seinem nächsten Lauf.

