Die Domstadt hatte geladen, viele Seidenraupen waren gefolgt – entweder als Läufer oder auch als Supporter am Straßenrand. Beim Köln-Marathon waren zwei Seidenraupen am Start und haben dabei sehr gute Ergebnisse abgeliefert. Auch zwei Halb-Marathonis kamen in den Genuss der tollen Stimmung am Straßenrand, die an einigen Stellen „Alp d’Huez“-Charakter hatte.

Florian Borst hatte im Vorfeld tief gestapelt und eine 1:28 h als Minimalziel ausgegeben, und eine Sub-1.25 h als „Hammer“ bezeichnet. Es war dann auch eine Punktlandung für den flotten Inrather, der bei genau 1:25 h über die Ziellinie am Dom lief (Platz 223. bei den Männern und 37. in der M35). Schon früh konnte er sich auf eine Pace bei 4 min/km einpendeln, erst ganz zum Schluss purzelten einige Sekündchen, die am guten Ergebnis aber nichts änderten. Über die gleiche Distanz war Nici Hölters unterwegs, die für ihren Lauf 2:22:44 h benötigte (4619. bei den Damen, 983. in der W30). Leonie Rohrmeier musste wegen einer Erkältnung leider passen, war aber als Support an der Strecke unterwegs.




Über die volle Distanz ging Benjamin Kaufmann, der eigentlich nur einen HM laufen wollte. Da dieser aber bereits ausgebucht war, meldete er sich einfach für die 42 Kilometer an. „Ich habe mich trotz einer leichten Erkältung recht gut gefühlt, hatte aber keine langen Distanzen trainiert“, so der Meerbuscher, der die erste Hälfte in 1:23:07 h lief, also knapp unter 4min/km blieb. „Dann wurde es aber hart, ab KM30 war schließlich keine Power mehr in den Beinen.“ Die zweite Hälfte mit 1:41:28 h kann man demzufolge als „zäh“ bezeichnen. Am Ende sprang dann aber dennoch eine 3:04:36 h heraus (306. bei den Männern, 74. in der männlichen Hauptklasse), mit der er sich voll zufrieden zeigte.


Fehlten Lisa Femers vor zwei Jahren in Hamburg noch zehn Sekunden zur Sub-4h, hatte sie diesmal das Glück auf ihrer Seite: Mit 3:59:49 h blieb sie nun denkbar knapp unter der magischen Marke. Auch hier waren die letzten Kilometer kein Zuckerschlecken. „Puh, das war am Ende echt hart. Aber sehr cool, dass es geklappt hat“, so Lisa, die mit ihrer Leistung 403. Frau wurde und Platz 98 in der W30 erreichte.

