Liliya bei der WM in Neuseeland: WOOOOOOOHAAAAA!!!

Was für ein Erlebnis für Liliya Zotova: Sie war am vergangenen Samstag bei der 70,3-Weltmeisterschaft im neuseeländischen Taupo am Start. „Ich hatte häufiger Gänsehaut einfach davon, dass ich gerade hier bin“, sagte sie vollkommen zurecht nach dem Wettkampf, den sie nach 6:51:52 h als 274. in der Alterklasse W40-44 abschloss.

Da ist das Ding.

Fünf Tage nach dem Honolulu-Marathon ging es für Liliya direkt nach dem Profis um 7.15 Uhr in die Fluten des 19 Grad warmen Taupo-Sees. „Beim Schwimmen konnten wir die ganze Zeit den Boden des Sees sehen.“ Nach 48:59 min hatte sie die erste Distanz hinter sich, Platz 279 in der AK und 1935. Gesamt. „Als ich aus dem Wasser stieg, kam der erste Moment, bei dem ich dachte „Wow, so fühlt sich also eine Weltmeisterschaft an.“ Normalerweise pellt sich ja jeder Athlet aus seinem Neo selbst heraus und läuft zum Rad, hier standen massenweise Helfer, die die Athleten in 20 Sekunden aus dem Neo rausgeholt haben. Was für ein Luxus.“ 

Dann ging es auf die Radstrecke. „Es war eine Runde von 90 km mit 700 hm und auf dem Rückweg auch ordentlich Gegenwind. Das Wetter war perfekt zum Radfahren – trocken und sonnig“, beschreibt Liliya Distanz Nummer zwei, die sie nach 3:28:43 h abschloss (272.; 1813.). „Hier kam der zweite Aha-Moment: Ich brauchte das Rad gar nicht in die Wechselzone schieben, sondern konnte es einem Helfer in die Hand drücken. Und den Wechselbeutel musste man auch nicht zurückhängen, der wurde dir abgenommen.“ 

Gelaufen wurde schließlich entlang des Sees. „Zu diesem Zeitpunkt war schon Mittag und die Sonne knallte ordentlich. Alle zwei Kilometer gab es aber Verpflegungsstationen mit Wasser, Eis, ISO, Gels, Cola und Chips. Hier habe ich mich maximal gekühlt, da es gefühlt schon 30 Grad war. Es ist ja Sommer in Neuseeland.“ Entsprechend ruhig hat sie es also angehen lassen und beendete den Halbmarathon in 2:23:53 h (274. / 1750.). 

„Im Ziel wurde jeder Athlet von einem Helfer in Arm genommen, es wurde gefragt, wie einem so geht. Dann wurde man weiter zur Wasserstation in den Schatten begleitet. Eine Weltmeisterschaft halt😍😍😍. Ich hatte mir vorgenommen, jede Sekunde des Rennens zu genießen und so war es auch. Die Stimmung am Straßenrand war absolut legendär. Ein Spruch ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Keep smiling. You are living the dream. Das fühlte ich richtig mit. Es war ein dreifaches, absolut gelungenes, Debüt für mich: Zum ersten Mal eine Weltmeisterschaft, zum ersten Mal eine Mitteldistanz fünf Tage nach einem Marathon und zum ersten Mal ein Wettkampf mit einem Leihrad. Und es war richtig gut!“

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