Lichterlauf Duisburg – Seidenraupe zündet Turbo


3 Wochen ist es nun her, unser spektakulärer Zieleinlauf in Sexten und damit der Abschluss des diesjährigen Transalpine Run’s. Während Manuel noch mit den Nachwirkungen des Laufes zu kämpfen hat und somit läuferisch kürzer treten muss, ging es bei mir nach einer kurzen Pause weiter.

Am gestrigen Samstag stand für mich der Bunert Lichterlauf in Duisburg auf dem Programm. Der Lichterlauf wurde in’s Leben gerufen, um von den Startgeldern die Energiekosten für die beleuchtete Laufstrecke an der Regattabahn zu decken – eine sehr schöne Sache, die in diesem Jahr zum zehnten mal statt fand.

Nach dem üblichen Vorgeplänkel wie Startnummer abholen, Klamotten wegbringen und warm laufen ging es dann endlich in den gut gefüllten Startblock, der in diesem Jahr prominent aufgewertet wurde:  Sabrina Mockenhaupt, deutsche Olympiateilnehmerin über 10.000 m gab sich die Ehre. Um 20: 50 fiel dann endlich der Startschuss und es ging auf die erste der 5 km Runden. Die Taktik sich im Starterfeld weit vorne zu platzieren ging voll auf, so dass ich bestens weg kam und direkt einen schnellen ersten Kilometer laufen konnte. Auch die folgenden Kilometer liefen sehr rund, so dass ich nach 5 km mit einer guten Zwischenzeit auf die zweite Runde gehen konnte. Zwischen Kilometer 7 und 8 merkte ich dann, dass irgendwie noch ein bißchen mehr im Tank war, also nochmal einen Gang höher schalten. Als ich dann auf die Ziellinie bog und gut 200 m vor Ziel noch die 37 auf der Uhr sah war es klar, dass ich nochmal alles rausholen musste. Unterstützt von den zahlreichen Zuschauern im Zielbereich gab’s dann ein verbissenes Duell gegen die Uhr. Die Oberschenkel qualmten, die Lunge brannte und das Herz sprang fast aus den Ohren. Dann der entscheidende Moment der Überquerung der Zielline: 38:01…. Erste Reaktion: Uhr umtreten – ging aber nicht, da ich zu geschwächt war. Als dann eine knappe Minute scheinbar die ersten Blutladungen wieder den Weg aus den Beinen in’s Rechenzentrum fanden kam die Erleuchtung: Ich hatte noch einen Joker – Die Nettozeit. Schnell auf der Uhr rumgeklimpert und siehe da: 37:56 und damit nicht nur die nächste Schallmauer durchbrochen, sondern auch die persönliche Bestzeit um eine halbe Minute verbessert.

Glücklich und zufrieden ging bzw. eierte ich an den Getränkestand um mit den anderen Heißdüsen aus den Erfolg anzustoßen. Unterm Stricht gab’s für mich den 6. Platz (von 105) in der Hauptklasse sowie den 25. Platz (von 804) in der Gesamtwertung der Männer. Der Sieger hat die Geschichte übrigens nach 31:36 beendet, Mocki, als Siegerin bei den Damen, war nach 32:57 im Ziel, herzlichen Glückwunsch!

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