Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Achtung: Den Greifvogel gibts wirklich

Den wohl schnellsten jemals gelaufenen Kilometer konnte man gestern am Rande des Hülser Bergs beobachten. Auf meiner langen Einheit lief ich gedankenverloren durch die grünen Felder und näherte mich dem Fuße des Bergs. Das Schild „Weg gesperrt, Greifvogel-Attacken“ vom Rohrammerdyk, abknickend gen Berg, sah ich zwar, aber sollte mich das jucken? Nein, natürlich nicht.

Keine 200 Meter weiter dann ein spitzer, greller Schrei vom Himmel…argh! Diesen Greifvogel gibt es ja wirklich. Gefühlte zehn Meter Spannweite, die Augen tiefrot vor Wut umkreiste er mich vom Boomydyk kommend. Und ich? Hackengas. Aber sowas von…mein Wirrer Blick suchte den Boden nach einem Stock ab, denn der Krefelder Stadtförster hatte mir einst den Tipp gegeben, etwas langes über mein Haupt zu halten, da der Vogel immer von hinten die höchste Stelle eines Opfers attackiert. Doch auf diesem verdammten Weg, der zwischen zwei Feldern hindurchführt, war weit und breit kein Stock zu sehen. So streckte ich beim Spurten (!) meine Hand nach oben, um immerhin meinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Nach rund 500 Meter hatte ich wohl die kritische Stelle passiert, wieder gab es Schilder, die vor dem Betreten des Weges warnten – nur eben in die andere Richtung…puh. Glück gehabt. Trotzdem warf ich immer mal wieder einen Blick nach hinten, vom Vogel keine Spur mehr.

Warum der Vogel, es handelt sich wohl um einen Bussard, angreift, ist nicht klar – die letzte Berichterstattung datiert aus 2012: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/maeusebussard-greift-jogger-an-aid-1.2886988 Mir soll es egal sein, in den kommenden Tagen werde ich diese Passage wohl eher meiden.

Ganz aktuell: Die RP berichtet erneut: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/stadt-warnt-vor-greifvogelattacken-im-huelser-bruch-aid-1.4379117

2 Antworten

  1. Martin Schott

    Auch ich wurde schon einmal von einem Vogel attackiert, allerdings nicht so dramatisch. Ich bekam im Wald einfach einen Schlag von hinten auf mein Käppi und konnte nichts und niemanden sehen. Es war aber faszinierend, wie sich automatisch das Gefühl verändert, als ich diese Stelle später wieder passierte.

    11. Juli 2014 um 21:25

  2. Team ECA

    Hallo zusammen,

    dieser Weg gehört zu meiner Route zum Hülser Berg und ich wurde von dem Bussard vor zwei Wochen rücklings attackiert und der hat mir mit seinen Fängen eine ca. 15 cm lange blutende Wunde auf dem Kopf zugefügt. Nach Rückfrage in unserer Laufgruppe wurde auch ein anderer Läufer auf diesem Weg bereits angegriffen.

    Ich informierte danach das Ordnungsamt. Hier die Antwort:

    Guten Tag Herr M.,

    aufgrund Ihres bedauernswerten und schmerzhaften Begegnung mit einem agressiven Greiffvogel haben wir uns entschlossen den betreffenden Weg temporär bis in den Herbst zu sperren.

    Der Weg liegt in der Zuständigkeit vom Fachbereich Tiefbau, der in den nächste Tagen die Absperrmaßnahmen durchführen wird.Der Fachbereich Grünflächen wird mit einem Hinweis auf die Gefahrensituation aufmerksam machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Reinhard P.

    Sportliche Grüße,
    Guido
    Team ECA

    15. Juli 2014 um 08:25

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