Der Aspahlt glühte, und demnach auch die Sohlen unserer Starter bei den Marathons in Düsseldorf und Hamburg. Gerade ersterer zog die Aufmerksamkeit auf sich, fand er doch nach fünf Jahren Pause endlich wieder statt. Entsprechend hoch waren die Erwartungen der Organisatoren, die mit einem klasse Starterfeld (darunter Esther und Hendrik Pfeiffer, Florian Neuschwander, Laura Hottenrott, Miriam Dattke) für viel Werbung gemacht hatten.

Unter die Starter hatten sich auch einige Seidenraupen gemischt: Florian Borst und Nicole Jenner liefen über die volle Distanz, für den Halbmarathon hatten Dayne Hollunder und Benjamin Kaufmann gemeldet. Allen voran Florian hatte sich dank einer tollen Vorbereitung viel ausgerechnet und ein wenig Richtung PB geschielt. „Ich bin etwas zu ambitioniert angegangen für die Temperaturen heute. Aber die knappen Kisten machen am Ende doch am meisten Spaß. Es war eine geile Stimmung in Düsseldorf.“ Bis KM30 blieb er stets unter der 4:15er-Pace, zum Teil sogar deutlich, am Ende stand eine 2:59:32 h, es fehlten zwei Minuten zur PB. Unglücklich war er darüber aber nicht. „Ich bin megahappy.“ Er wurde schlussendlich 160. Mann und 35. in der M40.

Weniger glücklich war dagegen Nicole, die nach 3:56:51 h einlief und damit 198. Frau und Siebte in der W55 wurde. Allein bis zur Halbmarathon-Marke war sie viermal auf dem Dixie. „Mir ist wohl einiges auf den Magen geschlagen. Ich hatte schon da keinen Bock mehr.“ Ans Aussteigen dachte sie jedoch nicht, und so kämpfte sie sich durch und nahm den Lauf als Trainings-Einheit für Köln im Oktober. „Die Düsseldorfer waren mega, es herrschte eine Super-Stimmung“, freute auch sie sich über die Party entlang der Strecke.
Auch Benjamin Kaufmann kämpfte neben Trainingsrückstand mit dem Magen. „Ich hatte schon die ganze Zeit ein flaues Gefühl, bei KM19 musste ich dann richtig Tempo rausnehmen. Ich freue mich trotzdem über eine super Zeit.“ Mit 1:17:54 h wurde er 29. Mann und Elfter in der männlichen Hauptklasse. Dayne Hollunder feierte in 2:32:56 h ein gelungenes Debüt als Seidenraupe. Sie wurde 1878. Frau und 154. in der W40.

In Hamburg waren mit Jenny Laschet und Thomas Schrörs-Runo zwei Seidenraupen am Start. TSR wollte seine PB aus 1995 (3:49:01 h) knacken, für Jenny war es die Premiere über 42,195 Kilometer. Und diese gelang: Mit 3:39:13 h stellte sie sogleich einen neuen Vereinsrekord auf – prima! „Ich bin ganz langsam los, hatte auch kleine Probleme. Aber nach ein paar KM konnte ich schneller laufen, was ganz gut geklappt hat. Erst zum Ende hin wurden die Schmerzen zu krass. Aber ich habe es durchgezogen und bin sehr zufrieden mit der Zeit.“ Mit „Es war nicht so gut heute“ bilanzierte Thomas seinen Lauf, der nach 3:52:12 h endete, womit das Vorhaben „PB“ leider um drei Minuten verpasst wurde. Am Ende strahlte er aber trotzdem mit Jenny in die Hamburger Mittagssonne, denn schließlich war das gemeinsame Projekt „Marathon“ erfolgreich absolviert.
Herzlichen Glückwunsch an alle Finisher!

