Man stelle sich vor: In Krefeld ist Firmenlauf und es starten 7000 Läufer! Okay, okay – es wird eine Illusion bleiben, auch wenn es den Krefelder Firmenlauf in diesem Jahr am 22. September zum dritten Mal geben wird. 2011 waren es knapp 800, die damals am E-See an den Start gingen, schauen wir, wieviele es diesmal im Hülser Bruch werden.
7000, wie beim gestrigen Firmenlauf in Düsseldorf, werden es aber nicht. Mit Eva, Henne (!) und mir waren auch drei Seidenraupen dabei. Zunächst muss man die Orga loben: was hier rund um und in der Esprit-Arena abgefeiert wurde, kann sich locker mit jedem Stadt-Marathon vergleichen lassen. Aufwärm-Programm in den Startblöcken, Promis (oder vielmehr solche, die als Promis angekündigt wurden), DJ – nicht schlecht dafür, dass es eigentlich nur über 6400 Meter geht. Eingebettet ist der Düsseldorfer Firmenlauf in ein deutschlandweites Netz von Firmenläufen – vielleicht macht es Sinn für die Veranstalter des Krefelder Laufs, sich hier einmal über die Bedingungen zu informieren?!
Jedenfalls ging es an der Esprit-Arena los und über seinen sehr schmalen Weg zum Rheindeich. Auch hier war der Weg keine fünf Meter breit, bei 7000 Läufern natürlich extremste Bedingungen. Selbst in Block eins hatten sich wieder zahlreiche Läufer geschmuggelt, die das vorgegebene Ziel, unter 30 Minuten zu bleiben, in keinster Weise hätten schaffen können. Hauptsache als einer der ersten über die Start(!)linie gehen. Allerdings muss man hier der perfekten Orga auch einen kleinen Minuspunkt geben, denn wenn der Sprecher noch wenige Minuten vorher sagt, man soll sich doch bitte vorne einreihen, weil hinten kein Platz mehr sei, kann man vielen Läufern auch keinen Vorwurf machen.
Egal, nach dem Start und rund drei Kilometern am Rhein entlang, biegt der Läufertross bei rund 30 Grad feucht-schwüler Luft unter der A44 zurück Richtung Messe und Stadion. Jetzt gehts nur noch über Parkplätze und dann ins Stadion.
Was einen hier erwartet, ist schon aller Ehren wert. Essen- und Getränkestände, eine Bühne – sogar Medaillen gibt es für die kleine Runde. Viele Firmen haben auf dem vom Aufstiegssturm geschundenen Rasen Zelte aufgebaut, und wer will, kann sich wegen der MEGA-Anstrengung massieren lassen. Logo, in Ddorf will sich halt keiner lumpen lassen.
Auch die Zeiten der Seidenraupen können sich sehen lassen: Henne wurde alias Thorsten Greger 43. mit 24:34 netto, Eva kam bei den Frauen auf Rang 32 in 30:26 und ich schaffte es mit prallgefülltem Rucksack auf Platz 107 in 26:14. http://www.b2run.de/duesseldorf/ergebnisse/

