Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Die Seidenraupen und das Spiel mit dem runden Leder

NOACK SPORTS

NOACK SPORTS

Die WM zieht auch die Seidenraupen in ihren Bann – zumindest die männlichen Raupen. Wenn man so will keine große Überraschung, liegen doch die Wurzeln einer jeden Raupe auf den hiesigen Bolzplätzen. Dabei hat es der ein oder andere sogar zu höheren Würden geschafft. Erstaunlich: Irgendwo und irgendwann haben sie fast alle mal mit- oder gegeneinander gespielt. Einer hat seine durch den Fußball entstandenen Kontakte sogar so gut genutzt, dass er mittlerweile in diesem Bereich arbeitet.
Die Rede ist natürlich von Mitch, der mit seinem Bruder Johannes die Spieleragentur Noack Sports leitet. Lewis Holtby, Christoph Moritz und einige weitere Kicker werden von den beiden fachmännisch betreut, er kürzlich war in der KR-one ein Porträt zu lesen > http://issuu.com/krone2011/docs/kr-one_06.2014_web. Zuvor hatte er, unter anderem mit mir, auch schon das Online-Portal trafema.de gewuppt.

Marcus Noack.

Marcus Noack.

Mitch kickt noch immer auch selber gegen die Murmel, und zwar zusammen mit den Seidenraupen Aki, Ansgar und Ali bei der AH des VfR Fischeln. Wie es der Zufall so will, spielen die „Jungs“ an diesem Wochenende um die Deutsche Meisterschaft der Ü32-Teams in Großaspach > http://www.xn--deutscher-altherren-supercup-32-hjd.de/. Dem Mitch sein Talent kommt nicht von ungefähr: Die komplette Jugend verbrachte er bei Bayer Uerdingen, dann ging es als 17-Jähriger zum Hülser SV, wo er in der Landes- und Verbandsliga gespielt hat. Nach drei Jahren wechselte er zu Thomasstadt Kempen (Landesliga) und wiederum zwei Jahre später zum VfR Fischeln, mit dem er 2004 in die Landesliga aufstieg. Die aktive Karriere wurde 2008 beendet. „Mein größter Erfolg waren sicherlich meine drei Pflichtspieltore 2001 gegen Neuwerk, 2004 gegen den VfB Uerdingen und 2006 gegen den Rheydter SV“, so Mitch.

Manu, Aki, Mitch und Moritz (von links).

Manu, Aki, Mitch und Moritz (von links).

Nicht minder erfolgreich war Aki in seiner Laufbahn, die er erst vergangenes Jahr beendet hat und sich wie folgt selbst charakterisiert: Strafraumstürmer mit gutem Kopfballspiel, der aufgrund von mangelnder Kritikfähigkeit und fehlendem Biss versäumt hat, eine Klasse höher zu spielen. 😉 Aha. In der Jugend spielte er sowohl in St. Tönis (B-Jugend), als auch bei Preussen (A-Jugend) in der Niederrheinliga. Nach zwei Jahren Seniorenfussi beim SV St. Tönis folgte der Schritt zum VfR Fischeln mit zahlreichen Höhepunkten, darunter 2003 die Torjägerkanone der Bezirksliga mit 29 Treffer sowie 2004 der Aufstieg in die LL als bester Torjäger der Aufstiegself mit 24 Treffern. 2007 schnürte Aki wieder für die Preussen die Schuhe, musste hier aber aus der Landesliga absteigen. So ging die Reise 2008 nach Wachtendonk. Höhepunkte hier: 2010 Gelderland-Torjägerkanone (27 Treffer) und 2012 Aufstieg in die LL. Wie jeder Fußballstar im betuchten Alter lockte dann das Geld. Profis wechseln gerne nach Dubai oder Katar, Aki folgte 2013 dem Lockruf der neureichen Teutonia aus St. Tönis, die er in seinem ersten und einzigen Kreisliga A-Jahr in die Bezirksliga schoss. „Ich habe dann aber gemerkt, dass der Lack ab ist und habe mich daher zu den Alten Herren nach Fischeln zurückgezogen“, so seine Worte.

Ebenfalls für die AH von Fischeln aktiv: Der Büffel, Ansgar van de Loo. Mit seiner genialen Technik verblüffte er ein ums andere Mal seine Gegner. Auch deswegen ist er die Seidenraupe, die am allerhöchsten gespielt hat: Nämlich in der Oberliga bei den Bayer Uerdingen Amateuren. Auch die anderen Stationen (SC Kleve/Landesliga, Hülser SV/Verbandsliga, VfR Fischeln/Landesliga) können sich sehen lassen. Weitere Clubs waren der grandiose SC Hönnepel/Niedermörmter, Eintracht Emmerich und der Linner SV.

Seidenraupe Moritz (links oben, Nummer 11) im Trikot des "John Medyley's Team".

Seidenraupe Moritz (links oben, Nummer 11) im Trikot des „John Medyley’s Team“.

Nicht ganz so hoch, aber mindestens ähnlich erfolgreich, verliefen die Karrieren der anderen männlichen Seidenraupen. Henne zum Beispiel bolzte bis zur B-Jugend beim SV GW Vernum, hier sogar ein Jahr in der Bestengruppe. Der Ausklang der Laufbahn erfolgte bei den Sportfreunden Blau-Blau – der Name ist Programm. Moritz, eigentlich Handballer, konnte vor zwei Jahren gar die Vize-Meisterschaft im Moorfußball erringen. Auch in diesem Jahr war er wieder im Schlamm unterwegs, ein Titel sprang aber nicht heraus.

Die Pilstrinker feiern den Sieg bei den Kleinfeldopen 2007.

Die Pilstrinker feiern den Sieg bei den Kleinfeldopen 2007.

Und ich als Seidenraupen-Präsi schwelge noch immer in den Erinnerungen meiner großen Erfolge, dem Gewinn des 1. Tobi-Horstkamp-Cup 2006 mit Preussen3 und den Sieg bei den Kleinfeld-Open 2007 mit den Pilstrinkern. Davor, dazwischen und danach lagen die Jugendjahre beim Bockumer SV, ab 2000 bis 2008 und von 2010 bis dato glorreiche Zeiten bei Preussen Krefeld und ein zweijähriges Gastspiel bei der TuS Mosella Schweich (2008-2010). Vor allem die Zeit bei Preussen3 als Spielertrainer der besten dritten Mannschaft im ganzen Fußballkreis hat sich eingebrannt.

In dieser Zeit durfte ich auch Ali erstmals kennenlernen. Er kam mit einer kompletten Mannschaft von Union Krefeld an den Appellweg. Von der E-Jugend bis zur B-Jugend kickte er in diesem Club, für die B- und A-Jugend wechselte er zum 1. FC Viersen in die Niederrheinliga. Zurück in der Südstadt spielte er für die A-Jugend, die erste und zweite Mannschaft von Union und wurde schließlich Spielertrainer der Zwooten in der Kreisliga B und C, mit der er 2006 den Aufstieg in die B-Liga feiern konnte. Mit dieser Truppe zog er dann zu den Preussen um, für die er bis 2011 die Schuhe in der AH schnürte, ehe auch er in das grün-weiße Leibchen des VfR Fischeln schlüpfte.

IMG_4633_700Verneigen müssen wir uns natürlich bei unseren Mädels, die bei den unmenschlichsten Witterungsbedingungen Spiele von uns beobachteten und bis heute nicht den Sinn verstehen, was so toll daran ist, einem Ball hinterherzujagen und diesen ins Netz zu schießen. Egal, vielleicht wird es euch in den kommenden vier Wochen bewusst. Wenn nicht: Schade! Auf geht’s, Deutschland, schießt ein Tor, schießt eine Tooooooor!!!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s