Sport am Mittag: Geht nicht, gibts nicht!


Ein Läufchen in der Mittagspause – für viele unvorstellbar. Doch getreu dem Motto: Geht nicht, gibts nicht, haben wir uns bei unserem Präsi Manu umgehört, wie er das regelmäßig hinbekommt. Hier ist seine Story:

„Häufig werde ich gefragt, wie ich neben Job, Frau und zwei kleinen Kindern meine Laufeinheiten platziere, um allen gerecht zu werden. Zugegeben, einfach ist das nicht immer. Und es bedarf hin und wieder auch den „Tritt in den Hintern“: Entweder früh morgens oder spät abends wird dann der innere Schweinehund überwunden. Was ich mir allerdings mindestens einmal in der Woche gönne, ist eine „aktive Mittagspause“. Statt einem Mittagessen geht es dann auf eine kleine Runde.

Geht bei mir nicht, höre ich die ersten schon sagen. Ich halte dagegen, geht doch. Selbst wenn der Arbeitgeber, wie bei mir leider der Fall, keine Duschmöglichkeiten anbietet, ist das kein Hinderungsgrund. Man muss in dem Fall dann eben etwas flexibel sein. Wie das gelingt, zeige ich euch jetzt, denn ich nehme euch mit auf einen meiner Mittagspausen-Läufe.  

Startschuss am Büro. Auch wenn es nicht so ausschaut: Ich habe Bock!

90 Minuten Mittagspause werden mir gestattet (die natürlich nicht bezahlt werden – sic), und gerade wenn keine Dusche vor Ort ist, benötigt man die auch. Klar ginge es auch in 60 Minuten, aber da wäre die tatsächliche „Laufzeit“ doch etwas zu knapp. Denn in diesen 90 Minuten sind neben der Aktivität auch die Nachbereitung, die Dusche inkl. Körpferpflege und die Rückkehr zum Arbeitsplatz enthalten. Da letzteres in meinem Fall rund 15 Minuten beansprucht, bleibt mir für Dusche, Deo und Klamotten ebenfalls eine Viertelstunde, um spätestens um 14 Uhr wieder im Büro zu sitzen. Wem das zu wuschig ist und wer nicht auf Stress steht, der muss an die Dauer seiner Aktivität ran.

Über die Moerser Landstraße nach Traar.

Meine Aktivität beginnt schließlich um 12.35 Uhr (schon fünf Minuten verplempert 😉 ) und führt mich über die Moerser Straße und die Moerser Landstraße nach Verberg und Traar. Hier starte ich gegen 13 Uhr die App der SWK Kruiser. Die Elektro-Roller gehen gerade in ihre dritte Saison und bieten die optimale Ergänzung zu Bus und Bahn – und gestalten auch die „aktive Mittagspause“ etwas flexibler.

Die Kruiser-App zeigt mich (roter Punkt) und die Kruiser in der Nähe (über dem Schriftzug „Verberg“). Auch wenn es so ausschaut, als ob sie außerhalb der Kruiser-Zone liegen

Variante Kruiser: Ich laufe zum Kruiser, und fahre ein kurzes Stück nach Hause und nach der Dusche ins Büro; Variante Bus: Der fährt um kurz nach Halb bei mir ab, einsteigen und wenig später im Büro ankommen.

Aus Traar sind es bis zu meinem Zuhause vier Kilometer, bei einer 5er-Pace also rund 20 Minuten. Ich wäre demnach gegen 13.20 Uhr zu Hause und müsste richtig Gas geben, um den Bus um 13.35 Uhr zu bekommen – eine doch recht enge Geschichte, denn der Bus verzeiht natürlich keine Verzögerung. Ich entdecke in der App allerdings auf der Zwingenbergstraße in Verberg zwei Kruiser, von denen ich prompt einen reserviere. Das ist für 15 Minuten möglich und passt gut in die noch zu laufenden drei Kilometer.

Kleiner Nachteil bei der Kruiser-Buchung: Mein Zuhause liegt zwar in Bockum – und damit recht zentral – aber nicht mehr in der „Kruiser-Zone“, in der man die Roller kostenfrei abstellen kann. Wie ich gucken noch immer Hülser, Traarer, Fischelner und Uerdinger in die Röhre. Liebe SWK, wäre nicht gerade in Randgebieten ein solches Zusatzangebot Gold wert für die dortigen Bürger? Naja, geben wir die Hoffnung nicht auf, dass sich das irgendwann mal ändert. Durch diesen Umstand kann ich den Kruiser also leider nicht vor meiner Tür abmelden, sondern nur parken. Das kostet mich zwar nur 13 Cent pro Minute, was zu verschmerzen ist, aber eben doch irgendwie nervt. Bitte also mal überdenken @swk!

15 Minuten kann man reservieren, ich hätte noch eine gute Minute über gehabt.
Da stehen die beiden…

Nun, nach 8,88 Kilometern und 40 Minuten erreiche ich den Kruiser, den ich flux via App freischalte. Helm auf und ab die Post. Bei sportlichen Aktivitäten ist es übrigens mehr als fair, neben der dünnen „Mütze“, die in der Helmbox liegt und angezogen werden sollte, ein weiteres Tuch/Mütze o.ä. anzuziehen, um dem Nachnutzer keinen schweißnassen Helm zu überlassen.

Zu Hause wird der Kruiser kurz geparkt.

Fünf Minuten später bin ich zuhause. Hier geht’s kurz unter die Dusche, Deo drauf, Klamotten an und wieder aufgesattelt. Der Weg von meiner Haustür bis zum Büro dauert, wie schon erwähnt, maximal 15 Minuten. Dort melde ich den Kruiser ab, steige die Treppen hoch und sitze um 13.50 Uhr wieder am Rechner. Just in time und topmotiviert für die Nachmittagsstunden.

Am Büro angekommen…

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