Serie „Strava-Segmente des SRC“, Folge 3: „Hülser Berg downhill“

Teil 3 unserer Serie „Strava-Segmente des Seidenraupen Cross“ – Ging es beim zuletzt vorgestellten Segment noch um DEN Anstieg auf den Hülser Berg, geht es jetzt um DEN Abstieg. Das Segment nennt sich „Hülser Berg downhill“ und ist hier bei Strava zu finden. Ganze 24 Meter geht es in die Tiefe, das durchschnittliche Gefälle beträgt 7,8 Prozent. Das Segment ist insgesamt 300 Meter lang.

Und ab geht die wilde Fahrt am Segment „Hülser Berg Downhill“.

Segment-Verlauf

Die Treppen im Segment „Hülser Berg Downhill“ haben es in sich. Wer sich früh genug entscheidet, läuft am besten links oder rechts vorbei.

Läufer müssen schon ganz zu Beginn aufmerksam sein, wenn sie von dem Plateau einbiegen, denn zahlreiche Wurzeln säumen den rund drei Meter breiten Weg, der schließlich in Treppenstufen übergeht. Wer diese meiden will, zieht kurz vorher etwas nach links, muss dann aber wenig später eine sehr harte Rechtskurve in Kauf nehmen, bei der bei hohen Tempo gar ein Sprung das beste Mittel der Wahl sein dürfte.

Seit Februar 2024 tröpfelt es wieder aus der Eremitenquelle.

Wenig später passieren die Läufer ein kleines Gatter – nanu? Hier befindet sich die Eremiten-Quelle, die seit Februar 2024 wieder Wasser sprudeln lässt…hüstel…nun ja, es ist eher ein Rinnsaal, was sich hier hervortut, als ein reißender Strom, aber das „wenig“ ist in diesem Fall immerhin „mehr“ als in den vergangenen Jahren. Für eine Erfrischung reicht es leider kaum. Benannt ist die Quelle übrigens nach einem Einsiedler, der vor 1805 am Hülser Berg gelebt hat. Wer mehr zu der Quelle erfahren möchte, klickt hier. Der neue Geopfad „Hülser Berg“ hält für die Quelle sogar eine eigene Infotafel parat.

Der Heinrich Mertens-Gedenkstein steht am Ende des Segments.

Nach dem Gatter biegen wir nach links, lassen die Quelle liegen und laufen über einen holprigen Weg, in dem – wie und warum auch immer – einige Backsteine verbaut sind. Deswegen Obacht. Kurz vor dem Abzweig in den Talring begegnet uns noch ein Gedenkstein, der an Heinrich Mertens erinnert. Mertens war Konrektor der Hülser Schule, Förderer des Jugendwanderns und 1928 Mitbegründer des Vereins Linker Niederrhein (heute Verein Niederrhein). Wenig später, nach ungefähr fünf Metern auf dem Talring, endet das Segment.

Top-Zeiten

Christoph Lohse und Luca Fröhling teilen sich beide mit lediglich 56 Sekunden den Platz an der Sonne. Lohse erreichte diese Zeit am 6. Oktober 2019, Fröhling am 19. September 2021. Umgerechnet ist das ein Schnitt von 3:05 min/km. Christoph Verhaelen (ebenfalls 19. September 2021) und Benedict Sars (17. September 2023) teilen sich Platz drei (58 Sekunden, 3:11 min/km). Alle Zeiten wurden während des SRC aufgestellt, wobei Lohse der einzige aus diesem Quartett ist, der seinerzeit „nur“ den kurzen SRC lief.

Bei den Frauen führt Nina Windhausen (1:05 min, 3:35 min/km, 20. September 2020) die Liste an, wohl aber mit Hund vorne weg (was wir uns gerade im Bereich der Treppen als extrem schwierig vorstellen). Es folgen zeitgleich Anna-Lina Dahlbeck (1:08 min, 3:44 min/km, 20. September 2020) und Judith Gottwald (19. September 2021). Nina lief damals über den kurzen SRC, die beiden anderen Damen über die lange Route.

„Local Legend“ ist der Hülser Roberto La Seta.

Bisher erschienen

Teil 2: Kleine Steigung

Teil 1: Endspurt Gipfelkreuz

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