Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Bestzeit in Nettetal

(mak) Das kann sich doch sehen lassen: beim ersten Lauf nach dem Tar ne persönliche Bestzeit. Yep, denn der gestrige Halbmarathon in Nettetal war erneut ein gutes Pflaster für mich. Mit offiziellen 1.26.16 war ich zehn Sekunden schneller als im Vorjahr. Am Ende bedeutete das Rang neun im Gesamtklassement und in der Ak Platz drei.
Ärgerlich,dass ich nicht direkt im Ziel auch über die Ziellinie gegangen bin, sondern noch herumgetrödelt habe, ehe man mir sagte dass es noch fünf weitere Meter zu absolvieren gilt. Es wäre allerdings bei ner 1.26 geblieben,da die Uhr direkt vor meinen Augen umsprang. Wäre ich penibel,würde ich darauf herumreiten,auch die Startlinie einige Sekunden nach Startschuss überquert zu haben, aber wir waren ja nicht bei irgendeinem professionell organisierten Halbmarathon, sondern beim kleinen, aber feinen Hm um die Krickenbecker Seenplatte.
Das Wetter war nahezu perfekt,vielleicht nen paar Grad zu kalt. Aber die Wintersonne legte zumindest in den Momenten,in denen sie durch das Laub kam,eine wohlige Wärme auf die Läufer. Das war besonders bei den Passagen Gold wert, auf denen einem der Wind eisig entgegenbließ.
Vom Start weg ging es gut und flott los,wobei ich nicht überpacen wollte. Ich hatte mir nen 4er-Schnitt für die ersten Kilometer vorgenommen,was aber direkt zu den Akten gelegt werden musste. Denn leider ließ mich meine Uhr bzw der Laufsensor komplett im Stich,so dass ich nach Gefühl laufen musste. Sehr bald verstreute sich das Feld, lediglich ein Läufer im schwarz-weißen Dress schien ungefähr mein Tempo zu laufen, vielleicht einen Tick schneller. Als Fixpunkt wollte ich ihn daher nicht nehmen, eine Gruppe, wie im vergangenem Jahr, an die ich mich hängen konnte, gab es aber nicht.
Und so lief ich Kilometer um Kilometer allein durch die Herbstwelt in Nettetal. Traumhaft, wie sich die Sonne in den Seen spiegelte, und wie sich die Flüsschen und Bäche drumherum durch die Felder und Wiesen schlängelten. Ebenso traumhaft der Planwagen mit grölenden Männern, der mich fast in die Böschung gedrängt hatte.
Nach und nach kassierte ich einige Läufer, sah aber den genannten Läufer immer noch am Horizont, auch wenn es zwischenzeitlich bestimmt 30 Sekunden waren, die er mittlerweile vor mir lag.
Auf der letzten der drei Runden schwanden bei ihm wohl die Kräfte, denn er kam immer näher (meine KmZeiten waren dagegen fast konstant). Am letzten Kilometer lag er dann noch rund zehn Sekunden vor mir, hatte dann aber beim Anstieg,den die Läufer dort zu erklimmen haben, noch Power. Als dann sein Laufkumpel am Rand stand und ihn einige Meter begleitete, wusste ich, dass es schwer wird. Ich habe ihn leider nicht mehr gepackt, der Holländer aus Venlo, wie es sich später herausstellte, war acht Sek schneller.
Der Sieg dagegen ging an Christoph Uphues aus Rhede,der in 1.11 gewann. Flott. Den Namen kann man sich übrigens merken, mit Jahrgang 1993 liegt noch ne große Zukunft vor ihm.

Fazit: Ich war überrascht, dass ich meine Zeit aus dem Vorjahr bestätigen bzw verbessern konnte, da ich damals davon profitierte, in einer Gruppe gewesen zu sein. Das war diesmal anders, zeigt aber auch, dass das gestern ne ganz gute Vorstellung war.

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