Unsere beiden Wüstenfüchse Lisa Femers und Tanja Gebhard haben es geschafft: Sie sind im Ziel beim Marathon des Sables Jordanien. Nach 114 Kilometer durch die Wüste erhielten sie die verdiente Medaille. Drei Etappen gab es zu meistern: 27,8 km, 59,9 km und 26,4 km
24:29 Stunden (5:29 / 19:13) haben sich die beiden Seite an Seite durch Sand und über Felsgestein gekämpft, am Ende belegten sie die Plätze 58 (Tanja) und 59 (Lisa) bzw. 169. & 170. im Gesamt-Ranking. 115 Damen kamen ins Ziel, bei den Männern waren es 146.
„Ein Bus hatte Verspätung, so dass wir alle am Start einfach eine Stunde warten mussten! Kein Problem bei den Temperaturen“, so Tanja vor Etappe 1. Nachdem sie am Flughafen ihr Messer schon abgeben musste, kam der zweite Fail dann wenig später: „Ich setzte mich aus Versehen auf meinen Göffel, der sofort zerbrach. Er hat nur eine Mahlzeit und zwar das erste Abendessen im Camp überlebt.“
Ansonsten strahlten die beiden nach den ersten knapp 28 KM, und das trotz 40 Grad: „Wir sind die Hauptdarsteller in einem Wüstenfilm. Wie surreal alles! Wir kommen aus dem Staunen, fotografieren, filmen nicht mehr raus!“ Fun fact: „Bei den Toiletten hatte ich mit dem Schlimmsten gerechnet. Aber alles ganz sauber und hygienisch mit Beutel und WC Sitz“, so Tanja.
















Dann aber wartete der Klopper mit 60 KM. „Mit gemischten Gefühlen ging es auf die Reise. Tanja: „Bei mir waren es die Schultern, bei Lisa die Füße. Zähne zusammen beißen und immer heiter weiter.“ Der tiefe Sand sei der absolute Endgegner. „Der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang sind dafür einfach nur magisch. Der Vollmond scheint uns den Weg, leider auf Kosten der Sterne. Unser Zieleinlauf hat für alle Strapazen entschädigt! Wahnsinn! Und wir haben eine Campfamilie gefunden! Bivouk 66- unser deutsches Camp. Wir supporten uns gegenseitig, wo wir nur können! So dankbar, Euch kennengelernt zu haben. Ihr seid die Besten!!!!“
Nach der Königsetappe gab es erst einmal einen verdienten Pausen-Tag inklusive viel Schlaf, Kamelen, eisgekühlter Orange und Yoga. Wäre aber gelacht, wenn auch an diesem Tag nichts Wildes passiert: Tanjas Fußcreme hatte sich verselbstständig bzw. geschmolzen und auf den Zeltboden verteilt. Zum Glück gibt es Kleenex.
Motiviert ging es dann in die letzte Etappe, die wir im Flug verging. Höhepunkt dabei der Downhill auf der Sanddüne: „Was für ein Spaß! Sandsurfen im freien Fall! Ich hab’s gefeiert“, jubelte Tanja.
Am Ende strahlten beide um die Wette: „Finisher! Wir haben es gerockt! Wie unwirklich. Wir sind stolz und freuen uns riesig!“ Natürlich gönnten sich beide nicht nur einen Besuch in Petra inkl. Kamelritt, sondern auch ein paar Fläschchen Vino auf der After-Race-Party! Habt ihr euch verdient.




























