Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Der Angerlauf und die Frage „Warum“

Die Frage nach dem „Warum“ stellte sich am vergangenen Samstag bereits, als Moritz und ich die Rheinbrücke in das gar nicht mal so schöne Duisburg überquerten. Warum nimmt man vollkommen leidenschaftslos an einem Lauf teil, der absolut unspektakulär über drei matschige Runden an einem Pisselsbach namens Anger entlang führt, während es regnet und stürmt und die Nachwehen vom Vorabend noch deutlich zu spüren sind?

Leider konnten wir bis heute keine passable Antwort finden.

Dabei hätte es alles so schön sein können: Ursprünglich lockte der erste Lauf der Winterlauf-Serie in Nettetal. Vorbei am malerischen Schloss Krickenbeck und der gleichnamigen Seenplatte sowie durch tiefe Wälder, die uns schon häufig sonnendurchflutet zu Spitzenzeiten animierten. Doch wegen des drohenden Sturms wurde der Lauf abgesagt.

Auf der Suche nach Alternativen ploppte dann der Angerlauf hervor – immerhin mit seiner 39. Auflage, also richtig geschichtsträchtig. Drei von fünf Seidenraupen sprangen jedoch ab, so dass es beim Duo Kölker/Maynzhusen blieb, die sich auf die Reise machten.

Nach der Anmeldung sank die Lust endgültig auf den Nullpunkt, kurz wurde überlegt, einfach im Auto sitzen zu bleiben. Der Regen klatschte an die Windschutzscheibe, mindestens einer Person war verdammt schwindelig und vor allem auch kalt.

Wenig später standen wir dann aber doch irgendwie am Start. Über den ersten Kilometer samt Nebenerscheinungen hüllen wir den Mantel des Schweigens, ab da war es dann nicht mehr als eine Qual durch zumeist morastigen Boden. Links oder rechts neben uns die braune Anger, hier und da versprengte Zuschauer, die zumindest alles gaben, den Läufern in dieser unwirschen Umwelt Anerkennung zu spenden. Danke!

Richtig „prickelnd“ wurde es dann auf der letzten der drei Runden. Zum peitschenden Regen kam nun auch noch der angekündigte Sturm. Zum Abtransport an den Straßenrand gelegte Tannenbäume flogen umher und zwangen Seidenraupen Manu zu akrobatischen Meisterleistungen. Er hatte immerhin in Hälfte zwei des Rennens die Lust wiedergefunden und konnte noch drei, vier sehr schnelle Kilometer laufen. Trotzdem, die Zeiten erscheinen recht dürftig: Manu kam nach 40:50 min als 25. (von 125 Finishern/M30: 6.) ins Ziel, Moritz nach 41:51min (32./8.). Kann nur besser werden…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s