Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Flitzer in Köln, flott durch Sonsbeck und auf Reifen durch Bockum

Die WM ist gerettet – zumindest was den Flüssigkeitsbedarf angeht. Dank meines sportlichen Model-Jobs beim Kölner Nachtlauf am Mittwochabend beliefert die Gaffel-Brauerei den DürerPalast mit köstlichen Getränken aus ihren Braukesseln. Okay, etwas luftig war es schon, aber was soll ich sagen. Immerhin herrschte bei den Aufnahmen der Fassbrause-Kampagne am Heider Bergsee im Erftkreis bei Köln nur 1 Grad (zumindest gefühlt) – da hatte ich so gesehen richtig Glück, dass kurz vor dem Startschuss immerhin der Dauerregen aufgehört hatte.

Thomas Deloy, Geschäftsleiter im Bereich Marketing bei Gaffel, kümmerte sich höchstpersönlich darum, dass mein Rückentattoo auch richtig saß. Und so staunten die Zuschauer und Mitläufer nicht schlecht, als ich mich mit Fassbrause-Flasche an der Startlinie entblößte. Meine Aufgabe: Nun, zunächst den Start-Sprint gewinnen und dann in fleischfarbener Badebux zehn Kilometer durch das nächtliche Köln laufen – und so auf die Fassbrause-Kampagne aufmerksam machen. Wo, wenn nicht in Köln, soll das für Begeisterung sorgen? Als Jeck und Läufer durch und durch war mir die Aufgabe ja wie auf den (nackten) Leib geschneidert…logo, ein paar skeptische Blicke erntete ich schon, grade bei den ambitionierten Läufern ganz vorne, aber was solls.

Fix ging es los, und nach dem Spurt zu Beginn holten mich nach rund 500 Metern die ersten Läufer ein. Mit denen konnte ich natürlich nicht mitgehen, aber trotz meines leider immer noch nicht verheilten Pferdekusses hielt ich gut mit. Kurz nach dem Tanzbrunnen führte die Strecke auf der „schäl Sick“ am Hyatt und am Landschaftsverband Rheinland vorbei. Über die Deutzer Brücke gings dann auf die andere Rheinseite und am Ufer vorbei. Die vielen Zuschauer hier, darunter auch Mama, Eva, Nadine, Marius und Alex, hatten natürlich einen Heidenspaß an meinem Outfit. Ausruhen ging natürlich unter diesen vielen Augen nicht: also Vollstoff. Irgendwann ging mir ob der Streckenführung ein Licht auf: Nicht, wie von mir gedacht, über die viel weiter entfernte Zoobrücke, sondern schon über die Hohenzollerbrücke liefen wir zurück gen Tanzbrunnen. Natürlich nicht, ohne die Stufen zu eben jener zu erklimmen > puh! Hinter Messe und Staatenhaus gings dann wieder zum Tanzbrunnen und nach 18:50 Minuten auf die zweite Runde. Spätestens ab hier war es dann ein einsames Rennen. Kein Läufer hinter mir, der mein Tempo mitgehen konnte, aber auch kaum jemand, den ich noch packen konnte.
Und so profitierte ich ein wenig davon, dass die Mädels recht flott unterwegs waren, und ich mich mit der späteren Dritt- und Viertplatzierten messen konnte. Zunächst liefen beide an mir vorbei, als ich ein wenig schwächelte, aber so hatte ich sie als (grazile) Zugpferde vor mir. Lea Böhmer sollte ich nicht mehr bekommen, dafür aber Gresia-Grace Jochindke. Sie holte ich nach der Hohenzollern-Brücke noch ein. Und kurz vor dem Ziel dann auch noch endlich einen Mann. Am Ende stoppte die Uhr bei 38:20Min, Platz 26 (von 1300 männlichen Startern) und vier in der AK M35. Aufgrund der fiesen Stufen eigentlich ganz okay. Es gewann Till Werner in 34:15Min.
Nette Anekdote in der Umkleide: Läufer eins zu Läufer zwei: „Und, welche Zeit hast du?“. Läufer zwei: „Keine Ahnung, ich wollte einfach nur vor dem Nackten bleiben.“ Komisch, dass das Gespräch nach meinem Eintreten dann recht bald verstummte 😉
Nach dem Lauf hatte ich dann noch das Vergnügen, den Stabhochspringer Björn Otto kennenzulerne. Echt nen feiner Kerl.

Etwas schneller war Henne, der beim Sonsbecker Brunnenlauf mit Seidenräupchen Lisa an den Start ging. Auf dem rutschigen Rundkurs kam er nach 37:30Min ins Ziel: Platz elf (von 158) und drei in der AK M. Lisa finishte die zehn Kilometer in 55.02Min und wurde damit 142. und Siebte in der AK F. Es gewann Fernando Concha in 34:03Min.

Neues Wadentattoo.

Neues Wadentattoo.

Einen Ausflug aufs Rad gab es dann noch für mich. Nein, gemeint ist nicht die dreitägige Fahrradtour mit den Sappeuren über Wachtendonk und Venlo, sondern der spontane Start im Hobbyrennen beim Rennrad-Event „Rund um den Kreuzberg“ am heutigen Sonntag. Wobei, Hobby? Ich hatte ja schon beim Blick in die Starterliste das Gefühl, dass es für den ein oder anderen mehr als ein Hobby sein dürfte, was sich nach wenigen Metern bewahrheitete. Neben den ganzen Hightech-Fuzzis kam ich mir dann doch etwas mickrig vor.
Naja, die Jungs waren dann auch alle schneller als ich – und ich war glücklich, mit drei anderen Radlern ein gleichstarkes Quartett bilden zu können, in dem sich jeder mal nach vorne in den Wind stellte. Trotzdem konnten wir uns der Überrundung natürlich nicht erwehren, aber rein vom Gefühl her war das schon recht ordentlich für den ersten Start bei einem Radrennen. Drei Runden vor dem offiziellen Ende war dann für uns Überrundete der Spaß vorbei. Die bis dahin knapp 26 Kilometer absolvierte ich in rund 40 Minuten, was einen Schnitt von 36 km/h bedeutet. Geht klar, würde ich sagen.

BREAKING NEWS: Mayntzhusen 34. beim Ele-Triathlon in Gladbeck
Moritz ist beim Ele-Triathlon in Gladbeck auf Platz 34 (von 129, AK M30: 4.) gelandet. Das wurde kurz vor Redaktionsschluss bekannt. Seine Zeiten (1000 m/38,5 km/10 km): 00:18:16/01:09:00/00:42:40. Gesamt: 02:09:57. Für seine mäßige Zeit beim Radeln sorgte ein technischer Defekt am Sattel. „Mit einem heilen Sattel wäre mehr drin gewesen“, sagte er nach dem Rennen.

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