Berlin-Marathon: Jubel auf der einen Seite, Enttäuschung auf der anderen


Jubel bei Florian Borst, Enttäuschung bei Manuel Kölker. Die Gemütslage nach dem Berlin-Marathon könnte nicht unterschiedlicher bei den beiden Seidenraupen sein. Während Florian sehr gut durch kam und am Ende zurecht stolz auf eine 3:07:30 h sein konnte, musste Manuel mal wieder bei den 42,195 Kilometern durch die Bundeshauptstadt erkennen, dass das Berliner Pflaster scheinbar nichts für ihn ist. Das Vorhaben, die 3h-Marke zu knacken, scheiterte krachend, am Ende stoppte die Uhr bei 3:13:13 h.

Imposante Kulisse: Der Reichstag in Berlin. Hier betreten die Marathon-Läufer die Start-Zone.

Die Rechnung, die Florian mit dem Berlin Marathon noch offen hatte, wurde mehr als beglichen. Fünf Jahre, nachdem er vollkommen entkräftet bei 4:25 h über die Ziellinie kroch, kam er sogar dem Familienrekord, aufgestellt von seinem Vater, verdammt nahe. Am Ende fehlten lediglich 14 Sekunden. „Gönn ich ihm“, so der knappe Kommentar, wohlwissend, dass er in naher Zukunft fallen wird.

Sieht richtig gut aus: Florian konnte seine Pace konstant durchlaufen.

Florian lief auf Block E ein klasse Rennen und schaffte es gar einen negativen Split zu laufen: Brauchte er für die ersten 21 Kilometer noch 1:34:18 h, spulte er danach locker sein Tempo ab und lief die zweite Hälfte in 1:33:12 h. Abgesehen von den ersten fünf Kilometern, geschuldet den zahlreichen Startern um ihn herum, gab es sehr konstante 5 Kilometer-Splits zwischen 4:24 min/km und 4:31 min/km. Florian: „Das lief alles so, wie ich es mir gedacht hatte.“ Mit seiner Zeit wurde er 1577. bei den Männern und 334. in der M35.

Attacke! Manu mit Mike und Markus (beide in rot, von links).

Weniger zufrieden war natürlich Manuel, vor allem nach dem Rennverlauf. Zusammen mit Mike und Markus vom Lauftreff Schweich ging es flott über die ersten Zeitmatten. Zwischen 4:09 min/km und 4:13 min/km waren die Splits bis zum Halbmarathon, der in 1:28:14 h absolviert wurde. Wenige Kilometer später dann aber die Erkenntnis, dass es ein langer Tag werden würde: Während Magenprobleme Mike stoppten, quälte sich Manu mit Seitenstichen und leichten Krämpfen weiter. Das Trio war kurze Zeit später gesprengt, denn Markus war der einzige, der die anvisierte Pace noch halten konnte und schließlich bei 2:56:38 h im Ziel war.

Florian (links) und Manu mit den Medaillen.

Bis Kilometer 30 schaffte es Manu noch, sich einigermaßen zu zeigen, danach war die Kette ab, der zweite Halbmarathon wurde lediglich in 1:44:59 h gelaufen. Noch dramatischer die zweite Hälfte bei Mike (1:50:21 h), der schließlich in 3:18:24 finishten. „Am Ende fragste dich immer, woran hat et jelegen. Ich kann es noch nicht sagen – die Hitze vielleicht? Als Ausrede möchte ich das eigentlich nicht gelten lassen, denn rein vom Gefühl hat sie mich nicht gestört“, zog Manu vorerst einen Schlussstrich unter das Vorhaben „Berlin-Marathon“. „So schnell wird man mich nicht hier nicht mehr sehen.“ Manu rangiert auf Platz 2001. und 400. in der M40.

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