Krefelder Lauf-Cup: Odendahl verteidigt den Titel, Brick bleibt knapp vorne


Es war der erwartete Showdown beim Krefelder Silvesterlauf: Während das Tableau des Krefelder Lauf-Cups in der Damen-Wertung noch einmal mächtig durcheinander gewirbelt wurde, blieb es bei den Herren an der Spitze beim Stand vor dem finalen Wettkampf – wenn auch denkbar knapp. Der Hülserin Hannah Odendahl (Bayer Uerdingen) gelang erstmals in der achtjährigen Geschichte des Cups, der alle Krefelder Läufe vereint, die Titelverteidigung. Bei den Herren hat Denis Brick (Team „Only for Michelle“) die Nase vorn.

Denis Brick (Mitte) beim Seidenraupen Cross 2022.

Brick, der dem Wettkampf im Forstwald ferngeblieben war, genügten schließlich seine Meriten aus dem Frühjahr. Da hatte er den 25 Kilometer-Kulturlauf in Linn gewonnen und auch beim Charity Run gepunktet: Zunächst durch seinen Sieg über fünf Kilometer, wenig später dann auch noch auf der zehn KM-Strecke mit Platz drei, was weitere drei Zähler brachte. Macht in Summe 15. Wäre Fabian Dichans am Silvestertag im 8100 Meter-Wettkampf dann aber zwei Sekunden schneller gewesen und hätte diesen damit vor Hagos Kidane gewonnen, so hätte auch der Athlet vom Team „Ayyo Essen“15 Punkte auf seinem KLC-Konto gehabt (Platz eins auf der Sechs KM-Runde beim Seidenraupen Cross und Platz drei beim 5000 Meter-Martinscross). Durch Platz zwei wurden es schließlich aber „nur“ 13. Ein Sieg in einem der KLC-Läufe wird bekanntlich mit sechs Punkten gewertet, ein zweiter Platz mit vier usw. bis absteigend zum fünften Platz. Dichans wäre mit einem Sieg aber nicht nur punktgleich mit Brick gewesen, auch in allen anderen Entscheidungsparametern wären die beiden dann gleichauf gewesen. So aber darf der Uerdinger Brick über den Erfolg alleine jubeln. Titelverteidiger Manuel Kölker (Seidenraupen Krefeld) wird mit zwölf Punkten Dritter, punktgleich mit Fabio Faulhaber (OSC Waldniel).

Hannah Odendahl, hier beim Seidenraupen Cross 2022.

Noch spannender war es bei den Damen, bei denen vor dem Silvesterlauf Sonja Beba (LG Mönchengladbach) führte. Sie hatte nach dem Martinscross (5000 Meter) durch einen dortigen dritten Platz (und dem vorherigen Sieg beim Ukraine-Spendenlauf, gesamt neun Punkte) die Spitze erklommen, wusste nun aber zahlreiche Konkurrentinnen im Nacken, darunter die Titelverteidigerin Hannah Odendahl (acht Punkte; Sieg beim Seidenraupen Cross und Platz vier beim Martinscross, 3000 Meter). Und diese legte prompt vor, gewann im Forstwald mit 16 Sekunden Vorsprung den 4100 Meter-Lauf und hatte nun 14 Zähler auf der Habenseite. Beba hätte in diesem Lauf mit Sicherheit auch die Top5 erreicht, hatte aber „nur“ für die lange Strecke gemeldet.

Nach Odendahls Erfolg stand fest: Nur ein Sieg führt zum KLC-Titel. Im dünn besetzten Damenfeld im Toplauf (lediglich sieben Starterinnen) durfte sich die Gladbacherin zunächst auch zurecht Hoffnungen machen, die dann aber schließlich an Sarah Seerden zerplatzten. Die Läuferin von der Sporthochschule Köln nahm ihrer Konkurrentin Meter um Meter ab, am Ende trennte die beiden eine gute Minute. Beba rutschte damit mit nunmehr 13 Punkten auf den zweiten Rang im KLC-Ranking, gefolgt von Romy Winzen, die hinter Odendahl über 4100 Meter Zweiter wurde und insgesamt acht Punkte verbuchen kann.

Hier geht es zum Endstand: https://seidenraupen.org/krefelder-lauf-cup/

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