Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Lisa in Nepal: Diamox (Teil sieben)

Nepal – dort ist das Dach der Welt, hier stehen die höchsten Berge unserer Erde. Seidenraupe Lisa Hahn hat das Land kürzlich bereist und nimmt uns mit ihrem Reisebericht auf eine spannenden Ausflug mit. Insgesamt gibt es elf Teile, die immer mittwochs online gehen. Hier nun Teil sieben.

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Tag 10 – Aufstieg nach Tengoche, rechts die Ama Dablam

Teil 7: Diamox

Am nächsten Tag steigen wir zu einem Aussichtspunkt auf 5.100 m auf (von bisher 4.300 m). Der Aufstieg ist beschwerlich, die Aussicht unbezahlbar. Wir essen einen Mars Riegel oben auf dem Gipfel – einer der besten Mars Riegel meines Lebens. Ich fühl mich super, kann selbst nicht mehr glauben, dass es mir am Tag zuvor so viel schlechter ging.

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Tag 10 – Tengboche Monastery

Jacinda und Ruan dagegen werden beim Abstieg immer stiller. Die Höhenkrankheit holt sie ein. In der Lodge legt sich Ruan direkt schlafen, er fängt an Diamox zu nehmen. Jacinda bekommt beim Abendessen plötzlich Panik. Auf dem linken Auge sieht sie nichts mehr. Sie weiß nicht, ob es eine beginnende Migräne ist oder Auswirkungen der Höhe. Wir beide fangen an Diamox zu nehmen. Ruan und Jacinda tauschen das Zimmer, sie schläft bei mir.

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Tag 11 – Aufstieg nach Dingboche

Am nächsten Morgen geht es ihr besser, aber sie hat Angst. Sie entschließt sich nicht über den Kongma La Pass (5.550 m) zum Base Camp zu gehen, sondern außen rum. Wir verabschieden uns für die nächsten 2 Tage voneinander, sie muss wieder ein Stück zurückgehen, während wir weiter Richtung Chhukung und dann am nächsten Morgen um 5.30 aufbrechen zu unserem ersten Pass.

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Tag 11 – Wir folgen immer noch dem Dudh Kosi (milchiger Fluss)

Der Passtag ist hart. Hart, hart, hart. Wir beide hören Musik, Ongcchu läuft mal mit Ruan, mal mit mir. Reden will keiner. Ruan und ich kämpfen denselben Kampf,  jeder mit seinem eigenen Kopf. Immer wieder fragen wir Ongcchu, wie lange es noch dauert, bis wir oben sind. Die letzte Stunde zieht sich ewig….

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Tag 11 – Ankunft in Dingboche

Auf dem Pass angekommen sind wir extrem erschöpft aber glücklich und machen Pause. Was wir nicht wissen zu diesem Zeitpunkt ist, dass wir noch einige Stunden unterwegs sein werden und es dabei nicht, wie angenommen, nur bergab geht, sondern auch noch einige Male knackig bergauf.

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Tag 12 – Akklimatisierungstour von Dingboche aus

Während der letzten Stunde müssen wir dann noch den Lobuche Gletscher passieren, über große Felsbrocken kraxelnd und dann sind wir ENDLICH da – Lobuche, 4.900 m. Von hier geht es morgen zum Base Camp. Wir essen, trinken, schlafen….

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