Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Wie ein nasser Sack

Joh, so habe ich mich gestern gefühlt, als ich vollkommen fertig aus dem Becken der Traglufthalle am Waldsee gestiegen bin.

Da sich einem Ausdauersportler ja irgendwann auch die Frage „Triathlon“ stellt, wollte ich mal wissen, wie ich mich im Wasser so bewege. Wobei, ich wusste, ich würde mich wie der oben beschriebene Sack bewegen, aber zumindest wollte ich eine fachkundige Beurteilung meiner katastropheln Kraul-Skills. So lud ich Steffen Driesen, seineszeichen Olympia-Zweiter (2004) und Dritter (2000) mit der Lagen-Staffel, hinzu, von dem ich mir einige Tipps erhoffte.

Während ich mich umzog, riss Steffen „mal eben“ 400 Meter ab, um warm zu werden – eine Distanz, für die ich wahrscheinlich ne halbe Stunde benötigt und die mich an den Rand eines Kreislaufkollaps gebracht hätte.

Danach gings dann auch für mich ins Wasser. Zur Unterstützung bekam ich Flossen an die Füße und nen Brettchen. Bahn um Bahn paddelte ich nun hin und her, mal mit, mal ohne Armeinsatz. Steffens Kommentar: „Da habe ich schon viel schlimmeres gesehen.“ Ob er das nur sagte, um mich zu beruhigen? Keine Ahnung. Aber zumindest vermittelte es mir bis zu dem Zeitpunkt das Gefühl, gar nicht soooo schlecht zu sein.

Richtig schlimm wurde es dann aber ohne die Flossen. Jetzt fehlte mir nicht nur der Antrieb, sondern vor allem der Auftrieb. Ein wohl bekanntes Problem bei Läufern, die es zunächst nicht schaffen, mit den Beinen anständig zu paddeln. Es soll sogar Läufer geben, die zurück paddeln…ganz so schlimm war es bei mir zwar nicht, aber richtig toll auch nicht. Jedenfalls waren die nun folgenden Bahnen gefühlt ein mittelschweres Desaster, anstrengend, wenig vorankommend, schlimm.

Abschließend gab es dann noch ein paar Übungen für die Armarbeit: Manu auf (!) dem Beckenrand, Arm im Wasser, ab die Post für nen paar Minuten auf beiden Seiten. Leckomio…

Ergebnis heute: Schmerzen! Fazit heute: Sollte das Thema tatsächlich für mich mal interessant werden, liegt gerade im Wasser viel Training vor mir. Nicht prickelnd, denn das schätze ich von allen drei Disziplinen als die langweiligste ein. Mal sehen, unterkriegenlassen ist ja eigentlich nicht mein Ding! Danke aber erst einmal natürlich meinem Lehrmeister, der mich nicht gänzlich untergehen ließ. Auf weitere feuchte Stunden!

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