Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Es ist angerichtet: Seidenraupen-Cross kann starten


Seidenraupen Cross 2013 FlyerDie Wettervorhersage verspricht beste Laufbedingungen, schon jetzt freuen sich Hase und Igel auf die Läufer des Seidenraupen-Cross, der am Sonntag, 20. Oktober, um 11 Uhr startet.

Start und Ziel ist an der Ecke Hölschendyk/Langen Dyk, ein Parkplatz befindet sich 200 Meter vom Start/Ziel-Bereich entfernt auf dem Hölschendyk. Bitte diesen auch benutzen.

Hier noch ein kurzes Briefing für die Läufer, weiter unten folgt eins für die Zuschauer.
Da sich der Lauf 15 Kilometer über mystische Pfade und den Hülser Berg, den Kapuzinerberg und den Inrather Berg windet, haben die Teilnehmer 15 Kilometer voller Spaß und Action vor sich, es geht durch die pure Natur, rauf und runter. Der Start/Ziel-Bereich am Hölschendyk/Langen Dyk ist noch asphaltiert, doch schon nach der ersten Kurve in den Rohrammerdyk, benannt nach einer Vogelart, wird der Untergrund – dem aktuellen Wetter geschuldet – matschig. Mächtige und stoisch-ruhige Rinder aus den schottischen Highland grasen hier (und büxen auch schon einmal aus), von links werden die Läufer argwöhnisch von Pferden beäugt werden. Über eine rechts-links-rechts-Kombination geht es dann an den Fuß des Hülser Bergs, Krefelds höchste natürliche Erhebung. Die Läufer erklimmen hier die von den Krefeldern im Winter geschätze Schlittenpiste und biegen wenig später rechts ab. Der Weg schlängelt sich nun unter dichtem Blätterdach bis zum Wildgehege und geht noch einmal steil nach oben. Ein wenig Konzentration, denn hier und da haben sich mächtige Wurzeln aus dem Erdreich gehoben. Achtet auf die Markierungen, die euch den Weg weisen, ehe es die Treppen herab zur Erimitenquelle führt. Die Quelle, benannt nach dem hier im 19. Jahrhundert lebenden Einsiedler, schüttet ihr Wasser aufgrund stauender Tonschichten am Berghang. Von einer Kostprobe raten wir ab. Übrigens: Wer hier den Blick schweifen lässt (auch davon raten wir ab, da hier viele Wurzeln und Steine aus dem Boden ragen), kann Reste einer Wallanlage entdecken. Die in der Eisenzeit (ca. 800 vor Christus) angelegte Anlage diente den Bewohnern der Umgebung als Fluchtburg.
Direkt unterhalb der Quelle steht der Heinrich-Mertens-Gedenkstein. Der Stein erinnert an Heinrich Mertens, Volksschullehrer aus Hüls und Förderer des Jugendwanderns, er wollte auch die schulentlassene Jugend für die Liebe zur Natur begeistern. Er war 1928 Mitbegründer des Vereins Linker Niederrhein (heute Verein Niederrhein). Über den gleichnamigen Weg gehts nun quer durch das Hülser Bruch, zum Teil auch über den Junkersdyk, benannt nach Johannes Junkers, dem Gründer des Krefelder Wanderbundes. Achtung: Es geht im Verlauf über den Steeger Dyk. Zwar sichern Posten die Straße, auf der während des Laufs Tempo 30 gilt, aber achtet bittet selber zusätzlich auf den Verkehr. Und auch im Verlauf des Heinrich-Mertens-Weg bitten wir ein wenig auf offene Augen. Denn hier und da werden Pferdewege gekreuzt. Auch hier stehen Posten, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern.

Sonne auf dem Weg hoch zum Inrather Berg.

Sonne auf dem Weg hoch zum Inrather Berg.


Am Ende des Heinrich-Mertens-Weg geht es ein kurzes Stück über Asphalt, ehe die Läufer rechts abbiegen und kurze Zeit danach über den Flöthbach laufen. Der „Fluß“ fällt im Sommer zum größten Teil trocken, gut möglich, dass hier durch die jüngsten Regenfälle aber schon wieder ein kleines Rinnsaal enstanden ist (wer mehr wissen will: http://www.heimat-krefeld.de/website/dieheimat/2009/DH80/241-245.pdf). Der Blick schweift dann über Felder, und dann geht es über die wohl steilste Stiege hoch zum Kapuzinerberg. Der ehemalige Müllberg mit seinen 77 Meter ist erst seit 2004 begehbar. Nach dem steilen Anstieg folgt noch ein weiterer, langgezogener bis um das Gipfelkreuz herum und kurze Zeit später über eine Downhill-Passage auf die Mittelstation. Dank ausgetüftelter Wegeführung geht es auch hier noch einmal rauf, runter, rauf und runter, ehe ihr die Getränkestation erreicht.
Die ist auch bitter nötig. Immerhin habt ihr hier schon über zehn Kilometer in den Beinen und müsst noch den Inrather Berg hoch. Und zwar über zwei Serpentinen, die es in sich haben. Ob ihr hier innen oder außen lauft, müsst ihr selbst wissen – achtet aber bitte auf den Boden, da es auch hier recht steinig ist. Dem steilen Anstieg folgt ein kurzer Donwhill, ehe es nun gemächlich, aber stetig steigend, auf den Gipfel des Schuttbergs geht. Hier, auf unglaublichen 87 Metern Höhe, müsst ihr ein wenig auf den Gegenverkehr aufpassen, denn Läufer werden euch hier entgegenkommen. Achtet darauf, dass die Bergabläufer wahrscheinlich ein wenig schneller sind – sie haben also „Vorfahrt“.
Wieder unten angekommen, führt euch der Langen Dyk nun zurück zum Ziel, erst über Asphalt, später dann auf einem befestigten, aber nicht asphaltierten Weg. Nach der Querung über den Steeger Dyk (Achtung Autos) wird es noch einmal wuschig auf dem Bachstelzendyk. Haltet euch hier am besten auf der linken Spur. Und dann sind es nur noch wenige Meter bis zum Ziel!

Auch für Zuschauer eignet sich übrigens ein Besuch des Rennens, an Start- und Zielbereich gibt es leckeren Kuchen und Würstchen. Und die Läufer freuen sich sicherlich über den Support.
Weil sich die Läufer ja zum Teil auf schmalen Wegen bewegen, hier die Hotspots für Zuschauer: Start/Ziel, Höschendyk/Rohrammerdyk, Talring/Boomdyk, Junkersdyk, Langen Dyk/Heinrich-Mertens-Dyk, Langen Dyk „zwischen den Bergen“, Kapuzinerberg „Gipfel“, Inrather Berg „Fuß“, Langen Dyk/Vobis.

Übrigens: Wer spontan mitlaufen möchte, hat dazu noch die Gelegenheit – und zwar per Nachmeldung am Sonntag selber. Von 9.30 bis 10.30 Uhr werden noch Meldungen angenommen. Die Startgebühr beträgt dann 13 Euro.

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