Wir laufen und laufen und laufen und laufen

Der große Rückblick – Teil II: Die Organisation

Der Eindruck, dass die Mitarbeiter von Plan B, dem Veranstalter des Transalpine Run’s, absolute Vollprofis sind, zeigte sich bereits im Vorfeld des Events. Alle notwendigen Informationen (Versicherungen, Reiseapotheke, Streckenpläne, Zeitabläufe usw.) wurden frühzeitig und mehrsprachig an alle Teilnehmer gesendet. Was uns dann vor Ort erwartet hat war wirklich vom allerfeinsten: Angekommen in Ruhpolding ging es zunächst zur Startnummernausgabe, wo wir alle notwendigen Unterlagen erhielten. Anschließend ging es zur Pastaparty, was auch in den kommenden Tagen ein fester Bestandteil des Tagesablaufes werden sollte. Die Pastaparty’s sind so organisiert, dass Vereine oder Gruppen aus den jeweiligen Zielorten für die Verpflegung der Läufer verantwortlich sind. Glücklicherweise war die Verpflegung sehr abwechslungsreich: mal gab es lange Nudeln, mal kurze, mal mit Fleisch, mal ohne… was tut man nicht alles, um seine Kohlenhydratspeicher aufzufüllen. Nachdem man also gestärkt war kam der allabendliche Auftritt von Wölfi. Wölfi ist der Streckenchef und hat die gesamte Route ausgearbeitet. Im Rahmen des täglichen Briefings wurde uns die Strecke vorgestellt, die gefährlichen Stellen hervorgehoben und (falsche) Wetterinformationen an die Hand gegeben. Nach diesem Pflichtprogramm kam dann die Kür: Fotos und Video des Tages, hierzu aber später mehr.

Der Beginn einer Etappe sah so aus, dass die Startblöcke 45 Minuten vor dem Start geöffnet wurden, so dass alle Läufer in Ruhe durch die (eher lasche) Kontrolle gehen konnten. Zu den Klängen von „Highway to Hell“ ertönte dann jeden Morgen der Startschuss und es ging los. Die Strecke führte nur sehr selten über Asphaltwege, ansonsten ging es hauptsächlich über Wander- oder Forstwege, unbefestigte Trails oder durch Steinfelder. Auch hier muss man dem Veranstalter ein großes Kompliment aussprechen: Sowohl die Auswahl der Strecken als auch die Kennzeichnung durch Pfeile, Flatterband und Schilder war perfekt. Zum Auffüllen der leeren Speicher gab es auf den Etappen 3 oder 4 Verpflegungsstellen, wo alles geboten wurde, was Läufer brauchen: Elektrolytgetränke, Obst, Salz, Kuchen, Brot, Wurst, Käse, Energieriegel, Nüsse, Cola, hier konnte also jeder Energie tanken.

Cool waren auch die beiden Sprecher, die die gesamte Veranstaltung begleiteten. Recht schnell hatten wir einen bleibenden (positiven) Eindruck hinterlassen, was jedoch weniger an unseren alles überragenden Laufergebnissen… Jedenfalls war die Stimmung meist sehr gut, wenn sich die Seidenraupen für den Zieleinlauf ankündigten… 😉

Nach dem Zieleinlauf wurde man ebenfalls bestens versorgt, so dass die Strapazen für kurze Zeit vergessen waren. Auch die medizinische Versorgung war durch ein Ärzteteam bestens gegeben. Bemitleidenswert waren die Physiotherapeuten, die sich täglich mit den Wehwehchen der armen Läufer rumplagen durften. Aber auch hier wurde perfekte Arbeit geleistet. Abend für Abend und Morgen für Morgen wurden hier die Läufer zusammengeflickt, damit sie wieder an den Start gehen konnten, siehe Manu…

Das tägliche Highlight fand dann aber nach der Pastaparty statt: Die Vorführung der Bilder und Videos des Tages. Hier wurden imposante Fotos und Videos der jeweiligen Tagesetappe mit passender Musik kombiniert, teilweise eine echte Gänsehautveranstaltung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war man wieder heiß auf die nächste Etappe!

Aus unserer Sicht war die Organisation wirklich weltklasse, den einzigen Kritikpunkt, den man anbringen kann, war die Abschlussfeier. Die Ausgabe der Finisher-Shirts wirkte etwas lieblos und das abschließende Musikprogramm war ein absoluter Witz, aber ansonsten: beide Daumen hoch für Plan B!

 

In der nächsten Ausgabe werde ich einige Zeilen über die sonstigen Mitstreiter und deren Geschichten schreiben, alleine zu diesem Thema könnte man Bücher schreiben…

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